Die zweite Giro-Woche endet an diesem Sonntag mit einer schweren Bergetappe und einer Bergankunft, die es erstmals in den Parcours der Italien-Rundfahrt geschafft hat. Cogne, ein Seitenarm des Aostatals, 1.611 Meter über dem Meer gelegen, ist völlig neu im Programm.
Einen Testlauf für diese Ankunft gab es im vergangenen Jahr aber bei der U23-Rundfahrt Giro Valle d'Aosta – Mont Blanc. Die damalige Etappe in Cogne gewann mit fast vier Minuten Vorsprung der Deutsche Georg Steinhauser als Solist für Tirol KTM.
Der große Abstand von dort deutet auch an, was heute interessant werden könnte. Denn die Schlusssteigung ist mit im Schnitt nur 4,3 % auf 22,4 Kilometern nicht brutal schwer und gehört nur zur 3. Kategorie. Doch da in Pila Les Fleurs und Verrogne zuvor bereits zwei schwere Bergwertungen der 1. Kategorie warten, ist die zum Ziel hin abflachende Schlusssteigung trotzdem brandgefährlich:
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05/05/2022 AM 12:05
Wer nämlich an den beiden Anstiegen zuvor schwächelt und dann durch eine harte Tempoverschärfung in den steilen ersten Kilometern des Cogne-Tals den Anschluss verliert, dessen Rückstand dürfte sich auf den immer flacher werdenden 13 Schlusskilometern erst recht potenzieren, wenn die Spitze Vollgas durchzieht.
Es ist daher leicht zu prognostizieren, dass an diesem Sonntag ein Mitfavorit seinen Traum vom Giro-Podium plötzlich wird begraben müssen.
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