An Popularität hat Merckx in all den Jahren wenig verloren. Der belgische König hob den "Baron" 1996 in den Adelsstand, 2003 wurde in Brüssel eine U-Bahnstation nach ihm benannt.
In seinem Wohnort Meise weihte er erst am Samstag eine stählerne Statue seiner selbst ein. Das Kunstwerk zeigt Merckx, wie in seiner Laufbahn häufig zu sehen war: Lächelnd auf dem Rad sitzend, die Arme in Siegerpose ausgestreckt.
525 Siege eine Klasse für sich
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20/07/2015 AM 11:46
Merckx hat als Radprofi alle wichtigen Rennen gewonnen, 525 Siege auf der Straße schreibt ihm die Internetseite "Mémoire du Cyclisme" zu, dazu 98 Erfolge auf der Bahn und zwei bei Querfeldein-Rennen.

Eddy Merckx nach seinem Ausschluss vom Giro 1969

Fotocredit: AFP

Merckx, die Ikone. Fünfmal gewann er die Tour de France (1969-1972, 1974), fünfmal den Giro d'Italia (1968, 1970, 1972-74). Er hat die meisten Tour-Etappensiege (34), die meisten Tage das Gelbe Trikot getragen (111). Dazu kommen drei WM-Titel, sieben Triumphe bei Mailand-Sanremo oder drei Siege bei Paris-Roubaix. Sein 1972 in Mexiko Stadt aufgestellter Stundenweltrekord auf der Bahn (49,431 km) hatte 28 Jahre Bestand.
Meckx der Dominator
Merckx hat den Radsport dominiert, ihm in seiner Zeit enorme Popularität verschafft, die Grenzen des Machbaren nach oben verschoben. Er steht, gemessen an den Erfolgen und deren Bedeutsamkeit, auf einer Stufe mit Sportgrößen wie etwa Pelé (Fußball), Michael Jordan (Basketball) oder Michael Schumacher (Formel 1).

1975 Tour de France: Eddy Merckx kämpft sich nach Pra Loup

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Bei allen Triumphen ist die Karriere des Edouard Louis Joseph Baron Merckx nicht unbefleckt. Unter noch immer ungeklärten Umständen wurde er 1969 wegen Dopings vom Giro ausgeschlossen. 1973 und 1977 fielen Tests positiv aus. Auch sein lange freundschaftliches Verhältnis zu Lance Armstrong darf rückblickend kritisch hinterfragt werden.
Zuletzt war Merckx gesundheitlich angeschlagen. Im August 2014 musste er sich einem kleinen Eingriff am Herzen unterziehen, nachdem er über Unwohlsein, das von Herzrhythmusstörungen und niedrigem Blutdruck herrührte, geklagt hatte. Inzwischen hat er sich aber erholt. "Man muss froh sein, mit 70 noch gesund zu sein, mit Freunden Radfahren zu können und die Enkel aufwachsen zu sehen", sagte Merckx.

Eddy Merckx, Tour 1975

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