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Corona im Radsport: "Dann muss man aber sofort wieder in Form sein..."

Corona im Radsport: "Dann muss man aber sofort wieder in Form sein..."
Von radsport-news.com

15/03/2020 um 15:55Aktualisiert 15/03/2020 um 17:21

Normalerweise nimmt das Radsport-Jahr mit der Fernfahrt Paris – Nizza erst so richtig Fahrt auf. Aufgrund des Coronavirus' könnte das "Rennen zur Sonne" aber für mehrere Wochen das letzte große Rennen gewesen sein. John Degenkolb (Lotto Soudal) ist zwar noch für die Flandern-Rundfahrt gebucht. Aber so recht glaubt der Frankfurter nicht daran.

Nicht einmal für sein Lieblingsrennen Paris – Roubaix würde John Degenkolb einen Pflasterstein verwetten. "Ich habe keine Ahnung. Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin kein Doktor, ich bin kein Virologe. Ich bin nur Radfahrer. Und ich denke, wir müssen, egal was für eine Entscheidung rauskommt, diese dann akzeptieren", meinte er am Zielstrich von Valdeblore La Colmiane.

Die nächsten Wochen werden bei den einzelnen Teams unterschiedlich gehandhabt. "Wir sind angehalten, jeweils allein zu trainieren", sagte Sunweb-Profi Nikias Arndt zu "radsport-news.com".

Nils Politt, mit der Israel Start-Up Nation einen Tag früher von Paris – Nizza abgereist, kann sich auch vorstellen, in der gewohnten kleinen Trainingsgruppe seine Runden zu drehen. AG2R-Chef Vincent Lavenu will sogar, so sagte er "radsport-news.com", seine Fahrer zu Minitrainingslagern in der Nähe der Teambasis Chambery zusammenziehen.

Der frischgebackene Paris-Nizza-Triumphator Maximilian Schachmann benannte das Dilemma:

"Das Problem ist, man weiß nicht, wann es wieder los geht. Dann muss man aber sofort wieder in Form sein."

Selbst wenn keine Rennen stattfinden, beeinflusst der Coronavirus den Radsport.

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