Joao Almeida (Deceuninck – Quick Step) büßte 47 Sekunden und musste das weiß-grüne Führungstrikot an Yates abgeben.
Wie schon im gestrigen Zeitfahren, als Ineos Grenadiers die Plätze 1, 6, 7 und 10 belegte, war das britische Team auch an der ersten Bergankunft der Rundfahrt die überlegene Equipe. ”Wir mussten die Gruppe kontrollieren. Die bekamen am Anfang sehr viel Zeit”, kommentierte Yates im Ziel die erste Phase des Rennens, als seine Mannschaft gemeinsam mit Deceuninck - Quick-Step die neunköpfige Ausreißergruppe in Schach halten musste.
Obwohl die Spitze mehr als 12 Minuten Vorsprung bekam, geriet der Brite nicht in Panik. Es ist ein langer Anstieg. Letztendlich lief aber alles perfekt, fasste Yates das Geschehen zusammen. Im Anstieg demonstrierte Ineos kollektive Stärke. Vor allem Richard Carapaz ging immer wieder bei Angriffen mit. So leitete der Ecuadorianer auch die entscheidende Attacke seines Kapitäns ein. "Wir hatten gute Karten und haben sie gut ausgespielt. Carapaz war vorn, ich bin da zu ihm gesprungen", beschrieb Yates die Szene auf den letzten fünf Kilometern.
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Von da an zermürbte er seine Konkurrenten, bis er mit Sepp Kuss (Jumbo – Visma) 1,8 Kilometer vor dem Ziel auch den letzten abschüttelte. Es ist mein erster Sieg für mein neues Team, freute sich der 28-Jährige, der in dieser Saison erstmals in seiner Karriere nicht mehr an der Seite seines Zwillingsbruders Simon (BikeExchange) fährt. Der ist in Katalonien auch am Start, überließ das Terrain aber seinem Teamkollegen Chaves, der die Chance nutzen konnte.

Starkes Solo am Berg: Yates' Fahrt ins Führungstrikot

Katalonien-Rundfahrt: Ineos Grenadiers imponiert ein weiteres Mal

Die beeindruckende Vorstellung von Ineos Grenadiers rundeten Geraint Thomas als Vierter und Richie Porte auf Platz neun ab. Der Australier ist in der Gesamtwertung nun erster Verfolger seines Mannschaftskollegen. Thomas ist dort ebenfalls Vierter. "Heute Abend werden wir uns hinsetzen und uns die Situation anschauen, aber zuerst werden wir erstmal feiern", schien sich Yates im Interview direkt nach dem Zieleinlauf der ausgesprochen günstigen Konstellation noch gar nicht bewusst.
Auf den weiteren Podiumsplätzen sortierten sich Fahrer ein, die man dort bei diesem starken Feld nicht unbedingt erwarten konnte. Chaves wagte spät den Sprung aus der Gruppe Almeida und kam im Finale noch bis auf 13 Sekunden an den Sieger heran. Der 40-jährige Valverde, der in letzter Zeit kaum Topergebnisse produzieren konnte, machte es anders herum. Er attackierte früh und konnte sich in einem chaotischen Finale mit sehr vielen Positionsveränderungen bis zum Ziel weit vorn halten.
Für das deutsche Team Bora – hansgrohe lief das Rennen nicht optimal. Neuzugang Wilco Kelderman wusste als Vierzehnter 36 Sekunden hinter dem Sieger durchaus zu überzeugen. Lennard Kämna dagegen konnte den Besten auf den letzten zwei Kilometern nicht mehr folgen und verlor 1:12 Minuten auf Yates. In der Gesamtwertung führt der Brite 45 Sekunden vor seinem Teamkollegen Porte und 50 Sekunden vor Almeida, der auf der 4. Etappe das Trikot des besten Jungprofis tragen wird. Kelderman (+1:03) verbesserte sich auf den fünften Rang.
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(Radsport-News.com)

Highlights: Attacke im richtigen Moment - Yates und Ineos dominieren

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