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Die Radsport-Monumente: Daten, Sieger, Rekorde zu Sanremo, Flandern, Roubaix, Lüttich, Lombardei

Die 5 Monumente des Radsports: Daten, Sieger, Rekorde
Von SID

22/04/2018 um 17:01Aktualisiert 22/04/2018 um 17:59

In der Radsport-Saison ragen fünf Klassiker heraus, die wegen ihrer Historie und absoluten Sonderstellung als "Monumente" bezeichnet werden: Hier gibt es kompakt Daten, Sieger, Rekorde zu Mailand - Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris- Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt.

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1. Mailand-Sanremo (17. März 2018)

Die Classicissima, wie das Rennen ehrfürchtig von den Tifosi genannt wird, eröffnet jedes Jahr die Reihe der Frühjahrsklassiker. Sie bietet den weltbesten Sprintern die größte Chance auf einen Triumph bei einem Monument und ist mit fast 300 km die längste Tortur der Saison.

Traditionell wird die Entscheidung an den beiden Anstiegen Cipressa und Poggio eingeleitet. Dort ist stets die spannenden Frage, ob ein Ausreißer genug Zeit zwischen sich und die endschnellsten Fahrer legen kann. Der letzte deutsche Sieg durch John Degenkolb liegt drei Jahre zurück.

  • 109 Austragungen seit 1907, Sieger 2018: Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain/Merida)
  • Deutsche Sieger: Rudi Altig (1968), Erik Zabel (1997, 1998, 2000, 2001), Gerald Ciolek (2013), John Degenkolb (2015)
  • Rekordsieger: Eddy Merckx/Belgien, 7 Siege (1966, 1967, 1969, 1971, 1972, 1975, 1976)

Video - Das packende Finish von Mailand-Sanremo 2018

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2. Flandern-Rundfahrt (1. April 2018)

Der Ritt über die gefürchteten Hellingen elektrisiert die Belgier seit jeher. Flanderns Schönste wird jedes Jahr zu einem wahren Volksfest. Die ruppigen und teilweise mit Kopfsteinpflaster bedeckten Anstiege machen die "Ronde" zu einem gnadenlosen Ausscheidungsrennen, erst recht, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Die Hafenstadt Antwerpen löste bei der 101. Ausgabe im Jahr 2017 Brügge nach 19 Jahren als Startort ab. Nach fünf Jahren Pause mussten die Fahrer erstmals wieder die gefürchtete Mauer von Geraardsbergen bezwingen. Die dann in den flämischen Ardennen folgenden "Hellingen" (kurze, aber enorm steile Anstiege) "überleben" nur die Allerbesten. Der letzte deutsche Sieg gelang Steffen Wesemann 2004.

  • 102 Austragungen seit 1913, Sieger 2018: Niki Terpstra (Niederlande/Quick-Step)
  • Deutsche Sieger: Rudi Altig (1964), Steffen Wesemann (2004)
  • Rekordsieger: Johan Museeuw/Belgien (1993, 1995, 1998), Tom Boonen/Belgien (2005, 2006, 2012), Fabian Cancellara/Schweiz (2010, 2013, 2014), Eric Leman/Belgien (1970, 1972, 1973), Fiorenzo Magni/Italien (1949, 1950, 1951), Achiel Buysse/Belgien (1940, 1941, 1943), alle 3 Siege

Video - Stürze, Attacken, Solo-Sieg: Die Highlights der Flandern-Rundfahrt

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3. Paris-Roubaix (8. April 2018)

Die "Hölle des Nordens" trägt ihren Namen zurecht. Besonders quälend sind auf über 250 km die meist über 50 km auf teils historischem Kopfsteinpflaster. Über schmale Pfade schlängelt sich das Peloton durch den Norden Frankreichs, Kilometer für Kilometer wird dabei das Feld ausgedünnt. Im altehrwürdigen Velodrom von Roubaix endet die Königin der Klassiker, und manch einer der Fahrer kann danach tagelang kaum gehen.

Die entscheidenden und auch brutalsten Passagen beginnen mit dem denkmalgeschützten Wald von Arenberg nach gut 160 km. Defekte und Stürze sind hier fast unvermeidlich. John Degenkolb gelang 2015 der erste deutsche Sieg, seit Josef Fischer das erste Rennen 1896 gewann.

  • 116 Austragungen seit 1896, Sieger 2018: Peter Sagan (Slowakei/Bora-hansgrohe)
  • Deutsche Sieger: Josef Fischer (1896), John Degenkolb (2015)
  • Rekordsieger: Roger De Vlaeminck/Belgien (1972, 1974, 1975, 1977), Tom Boonen/Belgien (2005, 2008, 2009, 2012), beide 4 Siege

Video - Schlüsselszenen Paris-Roubaix: Stürze, Attacken, Sagan!

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4. Lüttich-Bastogne-Lüttich (22. April 2018)

Die Runde quer durch die wallonischen Ardennen fordert einen ganz anderen Typus Fahrer als die vorherigen Rennen. Hier kommen die Kletterer zum Zug und versuchen sich gegen bergfeste Allrounder zu behaupten. Der älteste aller Radklassiker, deshalb "La Doyenne" (Die Älteste) genannt, fand erstmals 1892 statt. Das Rennen zeichnen viele relativ kurze, aber steile Anstiege aus.

Besonders in der zweiten Rennhälfte gleicht der Kurs einem stetigen Auf und Ab. Der berühmteste Anstieg ist dabei die Côte de la Redoute, nach der nur noch wenige Fahrer an der Spitze verbleiben. Die Entscheidung wird in der Regel an der Côte de Saint-Nicolas herbeigeführt. Dietrich Thurau war 1979 der letzte deutsche Sieger.

  • 104 Austragungen seit 1892, Sieger 2018: Bob Jungels (Luxemburg/Quick-Step)
  • Deutsche Sieger: Hermann Buse (1930), Dietrich Thurau (1979)
  • Rekordsieger: Eddy Merckx/Belgien, 5 Siege (1969, 1971, 1972, 1973, 1975)

Video - Der Spielfilm des Klassikers im Highlight-Video

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5. Lombardei-Rundfahrt (7. Oktober 2018)

Il Lombardia ist im Oktober das abschließende große Radrennen der Saison. Das letzte der fünf Monumente erfuhr in der Vergangenheit zahlreiche Änderungen in der Streckenführung und begünstigt kletterstarke Fahrer. In der Bedeutung fällt das Rennen auch wegen der zeitlichen Entfernung etwas hinter die anderen berühmten Klassiker zurück.

Das Rennen der fallenden Blätter hat vor allem für die Tifosi einen hohen ideellen Wert, und wenig überraschend führt in Fausto Coppi (5) ein Italiener die Liste der Rekordsieger an. Zwischen Como und Bergamo entscheidet vor allem die Zähigkeit. Einen deutschen Gewinner gab es noch nie.

109 Austragungen seit 1905, Sieger 2017: Vincenzo Nibali (Italien/Bahrain-Merida)

  • Deutsche Sieger: keine
  • Rekordsieger: Fausto Coppi/Italien, 5 Siege (1946, 1947, 1948, 1949, 1954)

Video - Lombardei-Rundfahrt: Der letzte Kilometer mit Sieger Nibali

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