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Die 5 Monumente des Radsports: Daten, Sieger, Rekorde

Die 5 Monumente des Radsports: Daten, Sieger, Rekorde
Von SID

28/04/2019 um 16:54Aktualisiert 28/04/2019 um 17:56

In der Radsport-Saison ragen fünf Klassiker heraus, die wegen ihrer Historie und absoluten Sonderstellung als "Monumente" bezeichnet werden: Hier gibt es kompakt Daten, Sieger, Rekorde zu den Traditionsrennen Mailand - Sanremo, Flandern-Rundfahrt, Paris- Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und der Lombardei-Rundfahrt.

1. Mailand-Sanremo (13. März 2019)

Die Classicissima, wie das Rennen ehrfürchtig von den Tifosi genannt wird, eröffnet jedes Jahr die Reihe der Frühjahrsklassiker. Sie bietet den weltbesten Sprintern die größte Chance auf einen Triumph bei einem Monument und ist mit fast 300 km die längste Tortur der Saison.

Traditionell wird die Entscheidung an den beiden Anstiegen Cipressa und Poggio eingeleitet. Dort ist stets die spannenden Frage, ob ein Ausreißer genug Zeit zwischen sich und die endschnellsten Fahrer legen kann. Den letzten deutschen Sieg durch John Degenkolb gab es 2015.

  • 110 Austragungen seit 1907, Sieger 2019: Julien Alaphilippe (Frankreich)
  • Deutsche Sieger: Rudi Altig (1968), Erik Zabel (1997, 1998, 2000, 2001), Gerald Ciolek (2013), John Degenkolb (2015)
  • Rekordsieger: Eddy Merckx/Belgien, 7 Siege (1966, 1967, 1969, 1971, 1972, 1975, 1976)

Video - "Ein langer, harter Sprint!" Alaphilippes Meisterstück auf der Via Roma

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2. Flandern-Rundfahrt (7. April 2019)

Der Ritt über die gefürchteten Hellingen elektrisiert die Belgier seit jeher. Flanderns Schönste wird jedes Jahr zu einem wahren Volksfest. Die ruppigen und teilweise mit Kopfsteinpflaster bedeckten Anstiege machen die "Ronde" zu einem gnadenlosen Ausscheidungsrennen, erst recht, wenn das Wetter nicht mitspielt.

Die Hafenstadt Antwerpen löste bei der 101. Ausgabe im Jahr 2017 Brügge nach 19 Jahren als Startort ab. Nach fünf Jahren Pause mussten die Fahrer erstmals wieder die gefürchtete Mauer von Geraardsbergen bezwingen. Die dann in den flämischen Ardennen folgenden "Hellingen" (kurze, aber enorm steile Anstiege) "überleben" nur die Allerbesten. Der letzte deutsche Sieg gelang Steffen Wesemann 2004.

  • 103 Austragungen seit 1913, Sieger 2019: Alberto Bettiol (Italien)
  • Deutsche Sieger: Rudi Altig (1964), Steffen Wesemann (2004)
  • Rekordsieger: Johan Museeuw/Belgien (1993, 1995, 1998), Tom Boonen/Belgien (2005, 2006, 2012), Fabian Cancellara/Schweiz (2010, 2013, 2014), Eric Leman/Belgien (1970, 1972, 1973), Fiorenzo Magni/Italien (1949, 1950, 1951), Achiel Buysse/Belgien (1940, 1941, 1943), alle 3 Siege

Video - Mit Vorsprung ins Ziel: Bettiol macht Sensationssieg perfekt

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3. Paris-Roubaix (14. April 2019)

Die "Hölle des Nordens" trägt ihren Namen zurecht. Besonders quälend sind auf über 250 km die meist über 50 km auf teils historischem Kopfsteinpflaster. Über schmale Pfade schlängelt sich das Peloton durch den Norden Frankreichs, Kilometer für Kilometer wird dabei das Feld ausgedünnt. Im altehrwürdigen Velodrom von Roubaix endet die Königin der Klassiker, und manch einer der Fahrer kann danach tagelang kaum gehen.

Die entscheidenden und auch brutalsten Passagen beginnen mit dem denkmalgeschützten Wald von Arenberg nach gut 160 km. Defekte und Stürze sind hier fast unvermeidlich. John Degenkolb gelang 2015 der erste deutsche Sieg, seit Josef Fischer das erste Rennen 1896 gewann.

  • 117 Austragungen seit 1896, Sieger 2019: Philippe Gilbert (Belgien)
  • Deutsche Sieger: Josef Fischer (1896), John Degenkolb (2015)
  • Rekordsieger: Roger De Vlaeminck/Belgien (1972, 1974, 1975, 1977), Tom Boonen/Belgien (2005, 2008, 2009, 2012), beide 4 Siege

Video - Packendes Finale: So sprintet Politt mit Gilbert um den Sieg bei Paris - Roubaix

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4. Lüttich-Bastogne-Lüttich (28. April 2019)

Die Runde quer durch die wallonischen Ardennen fordert einen ganz anderen Typus Fahrer als die vorherigen Rennen. Hier kommen die Kletterer zum Zug und versuchen sich gegen bergfeste Allrounder zu behaupten. Der älteste aller Radklassiker, deshalb "La Doyenne" (Die Älteste) genannt, fand erstmals 1892 statt. Das Rennen zeichnen viele relativ kurze, aber steile Anstiege aus.

Neuerung ab 2019 ist die Rückkehr zum Ziel in Lüttich anstelle der Schlusssteigung hinauf im Vorort Ans. Dietrich Thurau war 1979 der letzte deutsche Sieger.

  • 105 Austragungen seit 1892, Sieger 2019: Jakub Fuglsang (Dänemark)
  • Deutsche Sieger: Hermann Buse (1930), Dietrich Thurau (1979)
  • Rekordsieger: Eddy Merckx/Belgien, 5 Siege (1969, 1971, 1972, 1973, 1975)

Video - Das Finale in Lüttich: Solo-Sieg und Schachmann-Sprint

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5. Lombardei-Rundfahrt (12. Oktober 2019)

Il Lombardia ist im Oktober das abschließende große Radrennen der Saison. Das letzte der fünf Monumente erfuhr in der Vergangenheit zahlreiche Änderungen in der Streckenführung und begünstigt kletterstarke Fahrer. In der Bedeutung fällt das Rennen auch wegen der zeitlichen Entfernung etwas hinter die anderen berühmten Klassiker zurück.

Das Rennen der fallenden Blätter hat vor allem für die Tifosi einen hohen ideellen Wert, und wenig überraschend führt in Fausto Coppi (5) ein Italiener die Liste der Rekordsieger an. Zwischen Como und Bergamo entscheidet vor allem die Zähigkeit. Einen deutschen Gewinner gab es noch nie.

  • 112 Austragungen seit 1905, Sieger 2018: Thibaut Pinot (Frankreich)
  • Deutsche Sieger: keine
  • Rekordsieger: Fausto Coppi/Italien, 5 Siege (1946, 1947, 1948, 1949, 1954)

Video - Highlights zur Lombardei-Rundfahrt: So kochte Pinot die Konkurrenz ab

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