Radsport

Die Ardennen rufen: Schachmann will "vorne reinfahren"

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Maximilian Schachmann - Team Bora

Fotocredit: Imago

VonSID
17/04/2019 Am 09:50 | Update 17/04/2019 Am 09:50

Maximilian Schachmann hat sich nicht erst seit seinem Dreifacherfolg bei der Baskenland-Rundfahrt einen Namen gemacht. Bei den anstehenden Ardennen-Klassikern zählt der 25-Jährige bereits zu den Sieganwärtern. Den Cauberg in Valkenburg fürchtet Maximilian Schachmann nicht. Und das folgende Auf und Ab durch Belgien? Die steile Mauer von Huy?

Auch diese Herausforderungen der Ardennen-Woche lösen beim deutschen Radprofi bloß Ansporn und keine Angst aus. "Ich glaube, ich habe gezeigt, dass ich auf jedem Terrain dieser drei Klassiker eine Chance habe zu gewinnen oder zumindest ganz vorne reinzufahren", sagte Schachmann.

Mit dem Amstel Gold Race in den Niederlanden beginnt am Ostersonntag die Ardennen-Trilogie, die mit dem Fleche Wallonne (24. April) und dem Radsport-Monument Lüttich-Bastogne-Lüttich (28. April) traditionell das Ende der Frühjahrsklassiker markiert. Schachmann nimmt die Rennen mit großen Ambitionen in Angriff.

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An Selbstvertrauen mangelt es dem 25-Jährigen nicht, an Potenzial für ein Top-Resultat genauso wenig. Der Berliner, im Vorjahr Etappensieger beim Giro d'Italia, blickt auf ein herausragendes erstes Saisondrittel zurück. Fünf Siege hat Schachmann bereits auf dem Konto, mehr als in der gesamten Saison 2018 (3).

Maximilian Schachmann (Tour du pays Basque 2019)

Fotocredit: Getty Images

Erst in der Vorwoche hatte Schachmann seine gute Form unter Beweis gestellt. Bei der Baskenland-Rundfahrt gewann er drei Etappen, lag zwischenzeitlich an der Spitze des Gesamtklassements und sicherte sich am Ende das Trikot des Punktbesten. Im deutschen Team Bora-hansgrohe, für das Schachmann seit diesem Jahr fährt, ist ihm endgültig der Durchbruch gelungen.

Ein Erfolg bei den Ardennen-Klassikern würde den Respekt im Peloton nochmals steigern. Schon im Vorjahr hatte er als Achter beim Fleche Wallone aufhorchen lassen. Nun soll mindestens bei einem der drei Rennen ein noch besseres Resultat herausspringen.

"Das Amstel Gold Race, glaube ich, liegt mir. Ich muss aber sehen, wie ich mit der Länge klarkomme. Mir fehlt noch ein bisschen die Erfahrung", sagte Schachmann mit Blick auf das 265,7 km lange Rennen. Beim Fleche Wallone steche der Schlussanstieg "Mur de Huy" heraus, Lüttich-Bastogne-Lüttich sei der schwerste der drei Klassiker: "Die Länge, die Anstiege, die Höhenmeter, die zu bewältigen sind. Aber auch das traue ich mir zu", sagte er.

Schachmann hat den Punch

Schachmann ist eines der größten deutschen Radsport-Talente, er ist ein starker Zeitfahrer, besitzt den nötigen Punch im Sprint und kommt gut über Anstiege. Neben dem Roubaix-Zweiten Nils Politt (25), Sprinter Pascal Ackermann (25) und Kletter-Ass Emanuel Buchmann (26) zählt Schachmann damit zur neuen deutschen Radsport-Generation, die allmählich in die Fußstapfen von Andre Greipel und Co. tritt.

Der 30-jährige John Degenkolb gehört längst nicht zum alten Eisen, ist vom starken Nachwuchs dennoch angetan. "Das tut dem ganzen deutschen Radsport gut", sagte er. In Schachmann sieht der Roubaix-Sieger von 2015 dabei einen potenziellen Nachfolger. "Ich sehe Maximilian Schachmann eher bei den Klassikern als bei einer großen Rundfahrt", sagte Degenkolb.

Bei der Ardennen-Trilogie will Schachmann sein Klassiker-Können unter Beweis stellen.

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