Frage: "Es gab ein enormes Echo in der gesamten Sportwelt auf die . Bereuen Sie es, dass Sie den Schritt, ihn von den Spielen abzuziehen, nicht gestern schon gegangen sind?"
Alfons Hörmann (DOSB-Präsident): "Nein, weil das Echo aus unserem Verständnis so oder so allemal gekommen wäre. Aber Entscheidungen von der Tragweite trifft man nicht einfach mal schnell und einfach aus der ersten Emotion. Da gilt's zumindest nach unserem Verständnis, die notwendige Ruhe und Professionalität an den Tag zu legen. Dass sich vielleicht auch viele eine schnellere Entscheidungsfindung gewünscht hätten, müssen wir zur Kenntnis nehmen. Wir haben es in letzter Konsequenz zu verantworten. Ich denke, die Entscheidung am heutigen Tag ist genauso klar, wichtig und richtig, wie sie es gestern Abend gewesen wäre."
Frage: "Wie haben Sie von dem Vorfall mitbekommen, und was ging Ihnen dann durch den Kopf?"
Olympia - Radsport
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Hörmann: "Ich war in einem der anderen Stadien und habe es von jemanden aus dem Team erfahren. Natürlich geht einem im ersten Moment sofort durch den Kopf: 'Das hätte Team D nicht gebraucht.' Es ist eine Situation, die einfach schwierig und nicht ansatzweise mit den Werten zu verbinden ist, für die wir als Team D und auch als DOSB stehen."

Rassistische Entgleisung von Sportdirektor Moster: "Hol die Kameltreiber!"

Frage: "Es gab gerade einen sportlichen Aufschwung. Kommt der Vorfall zur Unzeit?"
Hörmann: "Solche Situationen kommen immer zur Unzeit. Da würde ich die beiden Dinge trennen. Das eine ist der leistungssportliche Wettbewerb, das, was die Athletinnen und Athleten liefern. Das andere sind solche Begleiterscheinungen. Es betrifft jetzt insbesondere das Radsportteam doppelt. Die ersten Tage waren geprägt durch die Corona-Konstellation Geschke. Jetzt kommt dieser Rückschlag. Für die Teilmannschaft ist das eine weitere schwierige Entwicklung."
Frage: "Wird es weitergehende Empfehlungen durch den DOSB an den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) geben?"
Hörmann: "Nein. , ist er in der Verantwortung des BDR und nicht mehr in unserer unmittelbaren Verantwortung. Da wollen und werden wir dem BDR weder vorgreifen, noch irgendwelche Ratschläge geben. Das ist in der Heimat zu führen."

"Kameltreiber"-Entgleisung: DOSB-Präsident Hörmann bezieht Stellung

Frage: "Gibt es Überlegungen, präventive Maßnahmen wie Schulungen für die Trainer umzusetzen?"
Hörmann: "Die Maßnahmen gibt es nicht nur. Da sind wir permanent seit anderthalb Jahren unterwegs über unsere Team-D-Calls, über unzählige Formen der schriftlichen und medialen Darstellungen und entsprechende Schulungen. An der Stelle handelt es sich nicht um einen Fall, bei dem es um mangelnde Vorbereitung geht, sondern um einen Momentaussage, die so nicht akzeptabel ist. Wir sind aber nicht resistent gegen weitere Vorschläge und Verbesserungen. Man wird sich immer wieder die Frage stellen müssen, ob man so einen Vorgang vermeiden kann."
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(SID)
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