Nach dem Rassismus-Eklat um BDR-Sportdirektor Patrick Moster hat Radprofi Rick Zabel ein hartes Durchgreifen gefordert.
"Ich persönlich kann nicht verstehen, dass nach diesem Verhalten nicht sofortige Konsequenzen vom BDR oder DOSB getroffen worden sind", schrieb der 27-Jährige bei Instagram: "Wenn wir die olympischen Werte und Antirassismus-Kampagnen predigen und auch nachhaltig glaubhaft vertreten wollen, dann darf ein solcher Vorfall nicht geduldet werden."
Moster, Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer, hatte sich während des olympischen Zeitfahrens rassistisch geäußert und afrikanische Starter als "Kameltreiber" bezeichnet.
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Rassistische Entgleisung von Sportdirektor Moster: "Hol die Kameltreiber!"

Die Anfeuerungsrufe in Richtung des deutschen Profis Nikias Arndt wurden von den Außenmikrofonen deutlich hörbar eingefangen. Moster entschuldigte sich im Nachgang für seine Äußerungen.
Für Zabel jedoch "gibt es für Rassismus keine Entschuldigung". Er "schäme" sich für Mosters Aussagen und "vor allem für die lapidare Entschuldigung nach dem Rennen", schrieb Zabel, der es "schade" fand, dass wenig Sportler bislang Stellung bezogen haben.
(SID)
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