Getty Images

Schachmann greift nach weiteren Coups: "Gehe das Stück für Stück an"

Schachmann greift nach weiteren Coups: "Gehe das Stück für Stück an"
Von Eurosport

17/03/2020 um 08:49Aktualisiert 17/03/2020 um 08:50

Paris-Nizza-Sieger Maximilian Schachmann hat nach dem bisher größten Erfolg seiner Laufbahn seine Ambitionen für die Gesamtwertung bei dreiwöchigen Landesrundfahrten bekräftigt. "Das ist schon länger ein Ziel für mich", sagte der Radprofi aus dem Team Bora-hansgrohe im Interview mit dem "Münchner Merkur", "und ich habe bisher auch darauf hintrainiert. Ich gehe das Stück für Stück an."

Im Mai wollte der 26-Jährige seine Klassement-Fähigkeiten eigentlich beim Giro d'Italia testen, dieser ist allerdings im Zuge der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Doch Fortschritte hat der angehende Rundfahrtspezialist in den wenigen Rennen dieser Saison bereits registriert. Nicht nur bei seinem jüngsten Triumph, auch im Februar bei der Algarve-Rundfahrt, die der Berliner als Gesamtzweiter beendet hatte.

"Im Trainingslager bin ich zuvor Intervalle gefahren, und da habe ich schon gemerkt, dass in diesem Jahr viel geht, dass ich da einen guten Entwicklungssprung gemacht habe", erzählte Schachmann und berichtete von einem Schlüsselmoment in Portugal:

"Ich habe bei einer Bergankunft gemerkt: Wow! Da hat sich was getan, es läuft einfach viel besser. Bei Paris-Nizza habe ich das noch einmal gefestigt und bestätigt."

Video - Showdown bei der Bergankunft: Die Highlights der Königsetappe

04:50

Schachmann: "Habe nie aufgehört, am Optimum zu arbeiten"

Dass Schachmann nach seinem komplizierten Handbruch bei der letztjährigen Tour de France so stark zurückkam, erklärte er mit der intensiven Arbeit in den Monaten danach. "Nach der OP habe ich sieben Tage ausgesetzt und dann schon wieder mit dem Training angefangen", sagte der Wahl-Schweizer, "ich habe nie aufgehört, möglichst akribisch und immer am Optimum zu arbeiten."

Angst davor, während der durch die Corona-Pandemie erzwungenen Wettkampfpause in ein Motivationsloch zu fallen, hat Schachmann nicht:

"Es wird irgendwann wieder weitergehen. Und wenn es dann weitergeht, will ich nicht den Anschluss verpasst haben – sondern wieder vorne dabei sein."

Bis dahin stünden aber wichtigere Dinge im Vordergrund.

(SID)

Video - Kampf bis zur völligen Erschöpfung: Schachmann rettet Gelb am Schlussanstieg

04:11