"Ich versuche, 'All in' zu gehen. Ich brauche keine Körner sparen oder auf irgendwas warten. Ich muss die Initiative ergreifen und darf keine Angst davor haben, zu verlieren. Das ist das Wichtigste", sagte der 26 Jahre alte Radprofi dem Sport-Informations-Dienst (SID) in Richmond/Virginia.
Dies sei die Art und Weise gewesen, wie er in diesem Jahr seine Triumphe bei Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix errungen habe. "Wenn ich sagen kann: Ich habe alles gezeigt, was ich drauf habe, dann bin ich zufrieden", fügte der gebürtige Thüringer hinzu. Degenkolb wird für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) in den USA die Kapitänsrolle inne haben. Außerdem soll auch der Rostocker André Greipel, viermalige Etappensieger der Tour de France 2015, bis ins Finale beschützt werden.
Eine mögliche WM-Goldmedaille, es wäre die erste für Deutschland seit Rudi Altig vor 49 Jahren, würde Degenkolb mindestens gleichsetzen mit seinen großen Klassikertriumphen. Dem begehrten Regenbogentrikot attestiert er zudem eine besondere Strahlkraft. Dieses Trikot ziehe "alle Augen auf sich", sei "ein Lebenstraum, ein Kindheitstraum. Es wäre grandios, wenn das klappt", sagte Degenkolb.
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Allerdings sei im Radsport so ein Erfolg nicht planbar. "Man kann das nicht einfach durchkalkulieren und sagen: Wenn man die Beine dazu hat, dann klappt's automatisch", sagte der Wahl-Frankfurter und ergänzte: "Ich habe alles getan, um in einer sehr guten Verfassung zu sein. Jetzt muss halt alles passen. Ich muss einfach einen guten Tag erwischen und am Ende ein bisschen Glück haben. Man braucht den richtigen Riecher für das richtige Hinterrad."
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