"Es ist schade, dass ich nach dem erfolgreichen Giro vom vergangenen Jahr jetzt Zuhause sitzen muss", ergänzte Pascal Ackermann. Ihm fehle es "ans Limit zu gehen, Adrenalin in den Rennen zu tanken und sich einfach mal wieder auszupowern."

Giro d'Italia
Giro-Classics: Was läuft wann - die Übersicht kompakt
27/05/2020 AM 14:18

Zwar habe er die rennfreie Zeit genießen können. "Ich bin aber auch traurig darüber, dass ich Zuhause bin. Ich wäre ja jetzt beim Giro, einem meiner größten Highlights für diese Saison", so der 26-Jährige, der sich 2019 zu seinen beiden Tagessiegen noch als erster deutscher Profi das Maglia Ciclamino des besten Sprinters der Rundfahrt geholt hatte - und das trotz eines schweren Unfalls im Finale der 10. Etappe.

"Der Sturz war schrecklich, und dadurch habe ich vielleicht einen oder zwei weitere Etappensiege verpasst", sagte Ackermann, der sich trotz zunächst "höllischer Schmerzen" mit Unterstützung seines Teams durch die zweite Giro-Hälfte kämpfte. "Mich hat das extrem gestärkt, und das ganze Team hat das zusammengeschweißt. Und für die weitere Zukunft war es vielleicht das Beste, was mir passieren konnte", meinte der Pfälzer, der auch dank der Unterstützung der Fans nichts von seiner Motivation eingebüßt hatte.

Giro-Sprintertrikot war auch 2020 ein großes Ziel

Die Verteidigung des Sprintertrikots der Italien-Rundfahrt war eines der großen Ziele dieser Saison, die durch die Corona-Pandemie jedoch völlig neu geplant werden muss. Da sich der Giro d’Italia und die Vuelta a Espana nunmehr überschneiden, muss sich Ackermann für eine der beiden Rundfahrten entscheiden.

"Der größte Schritt in meinem Leben": Ackermann über den Sieg, der alles änderte

Wie sein neuer Rennkalender aussehen werde, stehe im Detail noch nicht fest. "Grundsätzlich wünsche ich mir das gleiche Programm - aber wir fangen ja von vorne an", meinte der Deutsche Meister von 2018, für den aufgrund der verkürzten Vorbereitung eine neue Herausforderung entsteht: "Erstmals in meinem Leben muss ich mit perfektem Gewicht in die Rennen starten."

Das beträgt nach Ackermanns Worten 77 bis 78 Kilo. Üblicherweise beginnt er die Saison mit vier Kilo mehr auf den Rippen. Zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen habe er etwas mehr gegessen - “aber jetzt habe ich das wieder radikal runtergefahren“, wie Ackermann lachend anmerkte.

Das könnte Dich auch interessieren: Verhandlungen mit anderen Teams: Verlässt Froome Ineos?

Dreikampf der Tour-Sieger: Experte Eisel über das brisanten Duell um die Nr. 1

Radsport
Everest-Challenge: Ex-Profi fährt neuen Rekord
15/05/2020 AM 10:41
Radsport
Paralympics-Star erzählt ihre Geschichte: "Dann bin ich durchgedreht"
13/05/2020 AM 19:03