Das einzige Einzelzeitfahren der Tour de France 2019 stellte sich als absoluter Härtetest für die Favoriten heraus - mit zehrenden Anstiegen, einer technischen Abfahrt, gefährlichen Kurven und einer fiesen Rampe von 17% Steigung im Finale.

Tour de France
Schachmann versucht es vergeblich: So lief die Schlussetappe
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Entsprechend gab es durchaus größere Rückstände für eine ganze Reihe von Mitfavoriten, die nicht zu den Spezialisten im Kampf gegen die Uhr zählen, wie etwa Romain Bardet mit 2:26 Minuten, Mikel Landa (+1:45), Nairo Quintana (+1:51), Daniel Martin (+2:06) oder Adam Yates (+2:08). Auch Egan Bernal (+1:36) kassierte deutlichen Rückstand, wodurch die Kapitänsfrage im Team Ineos vorerst geklärt scheint.

Buchmann: "War sehr gutes Zeitfahren"

Buchmann war mit seinem Auftritt zufrieden: "Das war ein sehr gutes Zeitfahren, ich habe mich sehr gut gefühlt. Ich musste Vollgas geben, diese Sekunden holt man nicht mehr auf."

In den Abfahrten habe ich kein Risiko genommen,

Sturz-Dramen und Sekunden-Jagd: So lief das dramatische Zeitfahren

Stark präsentierten sich im Zeitfahren die Routiniers Rigoberto Uran (+0:36) und Richie Porte (+0:45), auch Steven Kruijswijk (+0:45), Thibaut Pinot (+0:49) und Enric Mas (+0:58) begrenzten den Anstand zum Gelben Trikot auf weniger als eine Minute.

In der Gesamtwertung führt Alaphilippe nun mit 1:26 vor Thomas, neuer Dritter ist Kruijswijk (+2:12) vor Mas (+2:44) und Bernal (+2:52), der auf Rang fünf abrutschte. Vor den Bergetappen in Pyrenäen und Alpen liegen noch 15 Fahrer im Gesamtklassement innerhalb von fünf Minuten.

Tour-Aus für Schachmann und Van Aert

Überschattet wurde das Zeitfahren von den schweren Stürzen, die Wout Van Aert und Maximilian Schachmann trafen. Für den Belgier bedeutete der Crash kurz vor dem Ziel das Tour-Aus, bei Schachmann brachten die Untersuchngen die traurige Gewissheit, nachdem er sich noch ins Ziel gequält hatte: Es wurden drei Mittelhandknochenbrüche der linken Hand festgestellt.

Er berichtete, er sei an der gleichen Stelle gestürzt, wo zuvor auch Van Aert (Jumbo-Visma) heftig zu Fall gekommen war. "Ich bin ins Außengitter eingetaucht", sagte Schachmann, der die Kurve "falsch eingeschätzt" hatte.

Am Wochenende haben jetzt die Kletterspezialisten bei den beiden Bergankünften in den Pyrenäen die Chance, verlorenes Terrain zurückzugewinnen. Der 14. Etappe zum berühmten Col du Tourmalet bietet die erste Gelegenheit dazu.

Vor einem Jahr: Schwerer Sturz - Van Aert bleibt am Gitter hängen

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