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Mit Video | Favoriten auf Windkante abgehängt - Buchmann macht Plätze gut

Mit Video | Favoriten auf Windkante abgehängt - Buchmann macht Plätze gut
Von Eurosport

15/07/2019 um 17:12Aktualisiert 16/07/2019 um 15:44

Der Wind sorgte auf der 10. Etappe der Tour de France 2019 für einen großen Umsturz in der Gesamtwertung des Rennens, viele Favoriten verloren Zeit, als das Feld in der letzten Rennstunde in mehrere Gruppen zerrissen wurde: Thibaut Pinot, Rigoberto Uran, Richie Porte oder auch Jakub Fuglsang verloren über 1:40 Minute gegenüber den anderen Podiumsanwärtern wie Geraint Thomas oder Nairo Quintana.

Der Franzose Julien Alalphilippe verteidigte vor dem ersten Ruhetag das Gelbe Trikot.

Den Tagessieg am Ende der 217 Kilometer nach Albi sicherte sich der Belgier Wout Van Aert (Jumbo-Visma). Es war bereits der vierte Etappensieg für das Team von Tony Martin bei dieser Tour. Platz zwei ging an Elia Viviani vor Caleb Ewan, Peter Sagan wurde Fünfter.

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Pinot fällt aus Top Ten, Buchmann klettert

In den Top Ten der Gesamtwertung gab es gehörig Bewegung, diese 10. Etappe könnte schon für eine Vorentscheidung im Kampf um das Tour-Podium gesorgt haben, denn die Abstände zwischen den einzelnen Gruppen waren größer als bei den bisherigen Bergetappen oder dem Mannschaftszeitfahren.

Lediglich 1:45 Minuten trennen nun Bora-hansgrohe-Profi Buchmann von Frankreichs Publikumsliebling Julian Alaphilippe (Deceuninck-Quick Step), der weiter das Gelbe Trikot trägt. Die Ausgangslage vor den anstehenden Prüfungen in den Pyrenäen könnte kaum besser sein.

"Es sieht ganz gut aus, das ist schön", sagte der gewohnt bescheidende Buchmann. Ein wenig müde sei er nach zehn intensiven Tour-Tagen, der Ruhetag am Dienstag eine willkommene Abwechslung. "Ich freue mich auf etwas Entspannung. Dann beginnt die Tour so richtig für mich", sagte er. Die Konkurrenz durfte es als Warnung verstehen.

Video - Tour kompakt, 10. Etappe: Wilde Hetzjagd auf der Windkante wird für viele Stars zur Falle

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Dass Buchmann sich im Klassement in den Ausläufern des Zentralmassivs um fünf Plätze verbesserte, verdankte er einer späten Wende im Rennverlauf. Rund 35 Kilometer vor dem Ziel entwickelte das zuvor eintönige Rennen eine neue Dramatik. Die Spitze um Alaphilippe nutzte starke Seitenwinde für eine Tempoverschärfung, das Feld flog in mehrere Gruppe auseinander.

Neben Alaphilippe und der Ineos-Mannschaft von Titelverteidiger Geraint Thomas (Großbritannien) drückte auch Bora-hansgrohe kräftig auf die Tube. "Wir haben den ganzen Tag gewusst, dass es gefährlich wird. Nach einem Kreisverkehr hat sich das Feld geteilt, das haben wir ausgenutzt", sagte Buchmanns Teamkollege Marcus Burghardt: "Für unsere Gesamtfahrer war es ein sauguter Tag. Es ist nur schade, dass wir die Etappe nicht gewonnen haben."

Zu den Abgehängten zählte unter anderem auch Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), auf Sicht eigentlich der aussichtsreiche Franzose im Kampf um Gelb. Pinot verlor 1:40 Minuten auf die Spitze, dabei war seine Gruppe zwischenzeitlich sogar bis auf 13 Sekunden an den ersten Teil des Feldes herangekommen.

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Top-Fahrer in der 1. Gruppe:
Alaphilippe, Bernal, Thomas, Quintana, Valverde, Konrad, Buchmann, A. Yates, D. Martin, Kreuziger, Barguil, Bardet, Mas, Kruijswijk

Top-Fahrer in der 2. Gruppe mit 1:40 Rückstand:
Pinot, Mollema, Uran, Fuglsang, Porte

Top-Fahrer mit über 2:00 Rückstand:
Landa (+2:09 - nach Sturz), Aru (+2:09), G. Martin (+2:09), Schachmann (+8:45), G. Bennett (9:41)

Im Gesamtklassement liegen jetzt nur noch zwölf Fahrer innerhalb von drei Minuten, der Österreicher Patrick Konrad (+2:46) gehört gerade noch zu diesem Dutzend.

(SID)

Video - Vollgas-Verfolgung: Wind wirbelt Tour-Klassement durcheinander

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