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Mit Video | Bernal schreibt Geschichte - Ewan sprintet auf den Champs-Elysées zum Sieg

Mit Video | Bernal schreibt Geschichte - Ewan sprintet auf den Champs-Elysées zum Sieg
Von Eurosport

28/07/2019 um 21:36Aktualisiert 29/07/2019 um 11:49

Egan Bernal (Ineos) hat als erster Kolumbianer die Tour de France gewonnen. Der erst 22 Jahre alte Kletterspezialist kam am Sonntagabend sicher im Feld der noch 155 Fahrer ins Ziel auf den Pariser Champs-Elysées und sicherte sich den Gesamtsieg. Die abschließende 21. Etappe über 128 Kilometer von Rambouillet nach Paris gewann im Sprint der Australier Caleb Ewan (Lotto Soudal).

Für den Tour-Debütanten war es bereits der 3. Etappensieg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Zweiter wurde der Niederländer Dylan Groenewegen (Jumbo - Visma), gefolgt vom Italiener Niccolo Bonifazio (Total Direct Energie). André Greipel(Arkéa Samsic) belegte als bester deutscher Profi den sechsten Rang, Nikias Arndt (Sunweb) wurde Neunter.

“Das ist ein surreales Gefühl. Ich kann kaum glauben, dass ich diese Etappe gewonnen habe“, sagte der 25-jährige Ewan im ersten Interview.

Der Ravensburger Emanuel Buchmann (Bora - hansgrohe) wurde Gesamtvierter und sorgte damit für das beste Ergebnis eines deutschen Profis seit 2006.

"Man hat schon ein bisschen Gänsehaut", sagte Buchmann: "Das Ergebnis ist sehr wertvoll. Ich bin drei Wochen ohne Fehler durchgekommen", zeigte sich der 26-Jährige hochzufrieden.

Video - Debütant Ewan hat die stärksten Beine: So lief der Massensprint von Paris

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Sagan gewinnt Grünes Trikot

Peter Sagan (Bora - hansgrohe) gewann mit großem Vorsprung zum insgesamt siebten Mal das Gelbe Trikot des punktbesten Fahrers und stellte damit einen neuen Tour-Rekord auf.

Der Franzose Romain Bardet (AG2R) holte sich erstmals in seiner Karriere das Bergtrikot, Bernal wurde auch als bester Jungprofi der Rundfahrt ausgezeichnet. Das spanische Movistar-Team, das gleich drei Fahrer in die Top Ten der Einzelwertung brachte, entschied souverän die Mannschaftswertung für sich.Julian Alaphilippe (Deceuninck - Quick-Step) wurde als Kämperischster Fahrer ausgezeichnet.

Andre Greipel sprintete am Schauplatz seiner größten Karriereerfolge dagegen am Happy End vorbei, kam aber immerhin als Sechster ins Ziel. Die Große Schleife endete somit erstmals seit 2010 ohne deutschen Etappensieg. Der in diesem Jahr glücklose Alt-Star Greipel, der den Prestigeerfolg auf den Champs Elysees schon zweimal gefeiert hatte, war im finalen Massensprint beim dritten Tagessieg des Australiers Caleb Ewan (Lotto-Soudal) abermals chancenlos.

Bernal schreibt Geschichte

Bernal, der als Co-Kapitän des entthronten Titelverteidigers und Teamkollegen Geraint Thomas angetreten war, kürte sich zum drittjüngsten Tour-Champion der Geschichte. Zudem ist er der erste lateinamerikanische Fahrer, der das Maillot jaune nach Paris trug. "Ich glaube, in Kolumbien sind die Menschen jetzt ziemlich happy", sagte Bernal.

Auf dem Weg ins Herz der französischen Hauptstadt hielt sich Bernal auf der 128 km langen Schlussetappe ans Protokoll. Kurz nach dem Start gönnte er sich zwei Gläser Schampus, mit seinen Ineos-Teamkollegen stieß er an und posierte vor den Begleitmotorrädern stolz für Fotos.

Video - Champagner auf den Tour-Sieg: Bernal feiert mit seinem Team

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Ausreißer um Politt ohne Chance

Ausreißer wie der Kölner Nils Politt (Katusha-Alpecin) versuchten ihr Glück, waren gegen die Übermacht der Sprinterteams aber chancenlos. Bernal blieb stets im Windschatten seiner Ineos-Mannschaft. Attackiert wurde sein Gelbes Trikot wie üblich nicht mehr. "Es war ein schönes Erlebnis, ich habe es genossen", sagte der deutsche Tour-Debütant Lennard Kämna über das Ende seiner gelungenen Premiere.

Der geschlagene Thomas, der im Vorjahr die Siegesserie seines Teamkollegen Chris Froome beendet hatte, ertrug den zweiten Rang mit Stil. Der Waliser prostete Bernal anerkennend zu und würdigte ihn auch mit Worten: "Egan ist dazu geboren, Berge raufzustürmen. Ihm steht eine wunderbare Zukunft bevor."

Den Grundstein für seinen Erfolg hatte Bernal im Wetterchaos der abgebrochenen 19. Etappe am Freitag gelegt, als er als Erster die zum Ziel umfunktionierte Passhöhe des Col d'Iseran auf 2770 m erreicht hatte. Ernsthaft verteidigen musste Bernal die Gesamtführung nur am Samstag. Auf der ebenfalls verkürzten 20. Etappe zur Bergankunft in Val Thorens ließ der Südamerikaner nichts anbrennen.

Video - Photobomb! Sagan crasht Siegerfoto von Ineos

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