Tour de France
"Vollgas aus der Kurve": Greipel über den Sieg in Paris 2015
19/09/2020 AM 22:01

Die erste Hälfte der 230 Kilometer langen und stetig nach Südwesten führenden Etappe ist wellig und weist mit dem Col de Ferrière (4. Kat.), der Côte de Chassagne-Saint-Denis (3. Kat.) und der Côte de Nans-sous-Sainte-Anne (4. Kat.) drei Bergwertungen auf den ersten 120 Kilometern auf.

Von der letzten führt das Gelände fast bretteben über den Zwischensprint in Mervans 33,5 Kilometer vor dem Ziel nach Chalon-sur-Saône, wo der Etappensieg aller Voraussicht nach im Massensprint vergeben wird.

KulTOUR:

Die Etappe lässt zwar das Jura-Gebirge in Fahrtrichtung links liegen, doch die Wellen zu Etappenbeginn zeugen von den Ausläufern des Mittelgebirges im Osten Frankreichs. Der Jura ist ein geologisch recht junges Faltengebirge mit einer Längenausdehnung von etwa 300 km. Es beschreibt einen großen halbmondförmigen, nach Südosten offenen Bogen. Die Gebirgs- bzw. Höhenzugsbezeichnung Jura wird heute vor allem für den nordwestlich des Alpenkammes bzw. des schweizerischen Mittellandes liegenden Französischen Jura (französisch: Massif du Jura) und den Schweizer Jura verwendet.

HisTOURie:

Nach 31 Jahren macht die Tour mal wieder Halt in Chalon-sur-Saône. 1988 siegte Thierry Marie auf der 19. Etappe und holte seinen zweiten von insgesamt sieben Etappensiegen bei der Tour de France, darunter drei Prologsiege. Das Gelbe Trikot trug damals Pedro Delgado, der es zwei Tage später mit nach Paris nahm und seinen einzigen Toursieg holte.

Pedro Delgado im Gelben Trikot bei der Tour de France 1988

Fotocredit: Getty Images

TOURakel:

Auch wenn die erste Etappenhälfte wellig ist bleibt den Sprintern viel Zeit, die Ausreißer des Tages zurückzuholen. Da die schnellen Männer sich zwei Tage gedulden mussten und auch die nächsten Tage keine Aussicht auf einen Massensprint bieten werden, machen Peter Sagan (Bora-hansgrohe), Alexander Kristoff (UAE), Caleb Ewan (Lotto-Soudal), Elia Viviani (Deceuninck – Quick-Step), Dylan Groenewegen (Jumbo – Visma) und Co. die Etappe unter sich aus - und vielleicht kann auch André Greipel (Arkéa-Samsic) mit in den Sprint eingreifen!

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