Doch schon an der ersten Zwischenzeit nach zehn Kilometern erhielten Keldermans Ambitionen einen herben Dämpfer, weil der Kletterspezialist O’Connor fünf Sekunden schneller war.
Zwar gab der noch von seinem Sturz auf der 17. Etappe im Gesicht gezeichnete Bora-Kapitän nicht auf, verwandelte den Rückstand bis zum zweiten Messpunkt in einen Vorsprung und baute diesen dann im letzten Drittel bis auf 21 Sekunden aus. Das waren aber letztlich elf zu wenig, um doch noch auf den erhofften vierten Platz vorfahren zu können.
“Ich bin nicht enttäuscht, ich freue mich über Rang fünf. Ich habe alles gegeben und mehr war nicht drin“, kommentierte ein gar nicht geknickter Kelderman nach der 20. Etappe den knappen Abstand zu O’Connor.
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“Es war ein sehr harter Kurs, schlechter Asphalt, rauf und runter und ein normaler Tag für mich, würde ich sagen. Das richtige Tempo zu finden war nicht einfach, im Grunde habe ich einfach versucht durchzuziehen und alles aus meinen Beinen herauszuholen.“

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Letztlich langte es zu Platz 26 im Tagesklassement, womit Kelderman eine Position besser war als im ersten Zeitfahren in Laval, bei dem er sogar nur fünf Sekunden schneller war als O’Connor, aber auch mit Ellbogenproblemen kämpfte.
“Natürlich wollte ich noch versuchen, O’Connor anzugreifen, aber wir waren schon beim ersten Zeitfahren nah beieinander“, sagte der Rundfahrtspezialist, der seine Grand-Tour-Palmares weiter verbesserte. “Es ist schön, nun auch eine Top-Fünf-Platzierung bei der Tour zu haben, nach Rang drei beim Giro und Rang vier bei der Vuelta, denn die Tour ist das größte Rennen in unserem Sport.“
Damit bleibt unverändert Emanuel Buchmanns vierter Rang bei der Tour 2019 das beste Ergebnis für Bora - hansgrohe in der Gesamtwertung der Großen Schleife.
Für die Raublinger war es insgesamt keine schlechte Frankreich-Rundfahrt: Platz 5 in der Gesamtwertung mit Kelderman sowie zwei Etappensiege durch Nils Politt und Patrick Konrad, damit gehörte der Rennstall von Ralph Denk zu den erfolgreichsten Teams.
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