"Wir haben versprochen, nach der unvollendeten Etappe 2019 so bald wie möglich nach Tignes zurückzukehren. Und da sind wir", wird Streckenchef Thierry Gouvenou angesichts der schnellen Rückkehr in den Ski-Ort zitiert.
Bereits 18 Kilometer nach dem Start in Cluses sind gut 600 Höhenmeter nach Megeve zu bewältigen, mit der ersten Bergwertung (Kat. 2) an der Cote de Domancy - zwar nur 2,5 Kilometer, aber mit 9,5 Prozent Steigung.
13 Kilometer weiter wartet in Praz-sur-Arly der Zwischensprint, gleich gefolgt vom nächsten Anstieg: 1. Kategorie am Col de Saisies (1650 m; 9,5 km, 6,3 %).
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Es folgen 27 Kilometer Abfahrt nach Beaufort und der 13 Kilometer lange Anstieg zum 1.748 Meter hohen Col de Pré - erster Berg der "Hors Categorie" dieses Jahr. Im Schnitt geht es dort mit fast acht Prozent bergan, bei knapp 13 Kilometern Anstiegslänge und Rampen über zehn Prozent.

Tour-Strecke, 9. Etappe: In Tignes wartet die erste Bergankunft

Eine kurze 3-Kilometer-Abfahrt und die Gegensteigung zum nicht kategorisierten Col du Méraillet später beginnt die Kletterpartie zum Cormet de Roselend (1968 m), Kat. 2 - rund sechs Kilometer mit 6,5 Prozent. Nach fast 20 Kilometern Abfahrt folgt dann das Finale:
Kurz geht es durchs Isere-Tal, doch dann türmt sich vor den Fahrern der 21-km-Anstieg nach Tignes auf - ein Kategorie-1-Anstieg mit im Schnitt 5,5 Steigungsprozenten und einer 9-Prozent-Rampe fünf Kilometer vor dem Bergpreis. Nach der Bergwertung folgen noch zwei flache Kilometer am Tignes-See entlang zum Zielstrich.

Tour-Berge: Der Schlussanstieg nach Tignes unter der Lupe

Tour, 9. Etappe: Die Favoriten

Die erste Bergankunft der Tour ist meist eine Sache für die Klassementfahrer und so dürfte Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) vor dem ersten Ruhetag auch darauf zielen, noch einen zweiten Tageserfolg zu feiern und das Klassement noch weiter festzuzurren.
Angesichts der vielen Anstiege zuvor aber könnte sich auch eine starke Ausreißergruppe bilden, die dann einerseits ums Bergtrikot, andererseits aber auch um den Tagessieg kämpft, wenn Pogacar und sein Team im Hauptfeld locker lassen.

Die Tour in Tignes

Der Zielort 'Super Tignes', jene Hochhausburg oberhalb des Sees von Tignes, ist erst zum zweiten Mal Etappenort der Großen Schleife. 2019 hätte dort die 19. Etappe enden sollen, die dann aber wegen eines schweren Unwetters samt mehrerer Erdrutsche abgebrochen werden musste. Das alte Tignes wiederum, unterhalb des kleinen Sees, war bis 1949 dreimal Teil der Tour-Strecke, u.a. 1949 auf der Etappe von Briancon nach Aoste, auf der Fausto Coppi sich am Iseran das denkwürdige Duell mit Gino Bartali lieferte.
Viele werden sich aber beim Stichwort Tignes v.a. an die Tour 2007 ernnern, als Michael Rasmussen dort der Konkurrenz mehrere Minuten abnahm, Linus Gerdemann aus dem Geben Trikot fuhr und auf dem Weg zum Gesamtsieg schien - bis ihn in jener Chaos-Tour seine Lügen einholten und er vom eigenen Team aus dem Rennen genommen wurde.
Der Startort Cluses, Hauptstadt des Departements Haute Savoie, ist zum dritten Mal Etappenort. 1995 startete Thor Hushovd hier zum zweiten Sieg eines Norwegers bei der Tour, 15 Jahre nach Dag Otto Lauritzen.
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