Der Schlussanstieg nach La Planche des Belles Filles hat sich offenbar zum Lieblingsberg der Tour-Organisatoren entwickelt: 2012 erstmals im Programm der Frankreich-Rundfahrt, besucht der Tour-Tross nun zum sechsten Mal in zehn Jahren den Berg in Haute-Saône.
In diesem Jahr geht es zum zweiten Mal an die sogenannte "Super-Planche-Version", bei der der letzte Kilometer bei Steigungen von bis zu 24 Prozent auf Schotterwegen ausgefahren wird.
Die Premiere gewann 2019 Dylan Teuns. 2020 war der Schlussanstieg zuletzt Kulisse für den Zeitfahrsieg von Tadej Pogacar, der damit auf der vorletzten Etappe Primoz Roglic noch das sichergeglaubte Gelbe Trikot entriss. Da allerdings ohne das Schotter-Finale.
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Der Stand in den Tour-Wertungen
Da das Streckenprofil durch die Vogesen führt, ist das Terrain auch zuvor wellig: Nach dem Zwischensprint des Tages bei Kilometer 101,2 in Gérardmer folgen bei Kilometer 107,7 und 136,1 die beiden Bergwertungen der 3. Kategorie zum Col de Grosse Pierre und zum Col des Croix.
Allerdings konzentriert sich alles an diesem Tag auf den Schlussanstieg: Die Auffahrt nach La Super Planche des Belles Filles (1. Kategorie) ist rund sieben Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 8,7 Prozent auf – wobei der letzte steile Kilometer auf besagter nicht asphaltierter Straße einen besonderen Höhepunkt darstellt. Die Gesamtwertung bekommt nach dieser Etappe mit Sicherheit eine deutlichere Struktur.

Legendäre Tour-Berge: Pogacar schockt Roglic in den Vogesen

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7. Tour-Etappe: Die Favoriten

Der Mann, den es am Freitag zu schlagen gilt, ist der Mann, den es bei der Tour auch über drei Wochen zu schlagen gilt: Tadej Pogacar (UAE Team Emirates). Der Slowene hat in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen, wie bärenstark er drauf ist und ist daher auch bei der ersten Bergankunft der klare Top-Favorit.
Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma) und Adam Yates (Ineos Grenadiers) schienen bislang noch am ehesten gegenhalten zu können. Interessant wird aber, was Primoz Roglic (Jumbo - Visma) macht. Er könnte aufgrund seines Rückstandes in der Gesamtwertung bereits früher am Schlussanstieg attackieren - wenn Pogacar ihm das gestattet.
Vorstellbar ist aber auch, dass eine Ausreißergruppe den Tagessieg unter sich ausmacht - wie 2019, als Teuns dort oben bei der Premiere gewann.
Ein interessanter Kandidat dafür wäre der Italiener Giulio Ciccone (Trek - Segafredo), der damals hinter Teuns dort oben Zweiter wurde und das Gelbe Trikot übernahm. Er hat bereits 22:41 Minuten Rückstand auf Pogacar und könnte daher problemlos in eine Gruppe gelassen werden.
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