Sprintetappen bei der Vuelta: Das bedeutet nicht selten trotzdem mehr als tausend Höhenmeter und mehrere kategorisierte Anstiege. Die 3. Etappe nach Malaga war als eine von sechs möglichen Massenankünften angepriesen, beinhaltete unterwegs allerdings mit dem Puerto del Leon den ersten Berg der 1. Kategorie dieser Rundfahrt. Der forderte das Fahrerfeld jedoch bereits 80 Kilometer vor dem Ziel und stellte sich als nicht selektiv genug heraus, um die wenigen Sprinter im Feld ernsthaft zu distanzieren.
Damit war der Weg frei zur Sprintentscheidung und zum Ende der Durststrecke von Peter Sagan. Der Slowake – zuletzt mit dem Ruf des ewigen Etappenzweiten behaftet – konnte in Malaga seinen ersten Etappensieg bei einer dreiwöchigen Rundfahrt seit 2013 feiern. Damals gewann er eine Tour-de-France-Etappe in Albi. Im Schlusssprint vollendete er die gute Vorarbeit seiner Teamkollegen, die den Großteil der Etappe an der Spitze fuhren.
Vuelta a España
Am Teamfahrzeug festgehalten: Nibali disqualifiziert
23/08/2015 AM 20:01
"Ich bin sehr glücklich. Ich habe jetzt einige Male versucht, für das Team einen Sieg zu holen, endlich hat es geklappt. Unterwegs hat hauptsächlich mein Team gearbeitet. Ich war angefressen, dass die anderen Teams uns nicht unterstützt haben. So musste es einfach kommen, dass wir gewinnen", freute sich Sagan.
Auch Tristan Hoffmann, der sportliche Leiter des Sagan-Teams Tinkoff-Saxo, war sehr zufrieden über den Sieg seines Schützlings."Zu gewinnen ist immer etwas Besonderes. Peter hat am Sonntag im Finale Energie für heute gespart", sagte der Niederländer.
Degenkolb wartet weiter auf Sieg Nummer zehn
Das Nachsehen hatte John Degenkolb (Giant Alpecin). Dem Deutschen winkte sein Jubiläumssieg bei der Vuelta: Neun Etappen konnte er bislang in Spanien gewinnen – auf den zehnten muss er allerdings vorerst noch warten. Dabei sah es auf den letzten Kilometern noch vielversprechend für den 26-Jährigen aus: Sein Team übernahm drei Kilometer vor dem Ziel die Initiative und stellte Degenkolb auf den letzten 500 Metern mit Koen de Kort noch einen Anfahrer. Doch aus dessen Windschatten zog sowohl Degenkolb als auch Sagen heraus – mit dem besseren Ende für den Tinkoff-Profi. Degenkolb musste sich letztendlich mit Platz drei begnügen. Etappenzweiter wurde Nacer Bouhanni.
In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Esteban Chavez (Orica GreenEdge) verteidigte ungefährdet das Rote Trikot des Gesamtführenden. Er führt weiter mit fünf Sekunden vor Tom Dumoulin (Giant-Alpecin).
Burghardt und Cancellara steigen aus
Für mehr Gesprächsstoff sorgte der Ausschluss von Vincenzo Nibali (Astana). Am Vortag hatte sich der Italiener nach einem Massensturz den Weg zurück ins Feld regelwidrig durch Hilfe seines Begleitfahrzeuges gebahnt. Die Strafe der Organisatoren folgte prompt und ohne Gnade: Der Gesamtsieger von 2010 durfte zur 3. Etappe nicht mehr antreten. Nicht der einzige prominente Ausfall des Tages: Neben seinem Teamkollegen Paolo Tiralongo (Sturzfolgen) und dem deutschen Marcus Burghardt (BMC/Sturzfolgen), gab auch Fabian Cancellara (Trek) das Rennen mit einem Magen-Darm-Infekt auf.
Für Belebung während der Etappe sorgte eine achtköpfige Spitzengruppe, die sich mit dem Schwenken der Startflagge aus dem Hauptfeld löste. Natnael Berhane (MTN-Qhubeka), Slyvain Chavanel (IAM), Omar Fraile (Caja Rural), Walter Pedraza (Colombia), Martin Velits (Etixx-QuickStep), Alexis Gougeard (Ag2r), Ilia Koshevoy (Lampre-Merida) und Maarten Tjallingii (LottoNL-Jumbo) arbeiteten lange gut zusammen, kamen aber nie über einen Maximalvorsprung von vier Minuten hinaus. In der zweiten Hälfte des Rennens zerfiel die Gruppe und schließlich wurden Gougeard und Tjallingii als letzte Ausreißer 14 Kilometer vor dem Ziel gestellt. Zumindest für den Spanier Fraile lohnten sich die Mühen. Er übernahm die Führung in der Bergpreiswertung.
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