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Vollgas-Etappe bringt Gilbert neuen Rekord ein

Vollgas-Etappe bringt Gilbert neuen Rekord ein

12/09/2019 um 11:58Aktualisiert 12/09/2019 um 12:11

Die Hetzjagd auf der Windkante hat die 17. Etappe der Vuelta und ihren Sieger Philippe Gilbert für immer in die Geschichtsbücher des Radsports gebracht. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50,6 km/h für die offiziell 219,6 Kilometer stellte der Belgier einen neuen Rekord auf - noch nie war eine Etappe von über 200km Länge bei einer der großen Landesrundfahrten so schnell gefahren worden.

Zwar stehen in den Vuelta-Statistiken sogar fünf Etappen, deren Schnitt noch schneller war - aber die führten über deutlich kürzere Strecken. Die Marke von 55,1km/h aus dem Jahr 2001 wurde beispielsweise über 179 Kilometer aufgestellt (Sieger damals: der Spanier Igor Gonzalez de Galdeano).

Gilbert feierte sich entsprechend nach dem Coup als neuer Weltrekordler:

Mit der Vollgas-Fahrt wurde auch eine weitere Marke geknackt: Gilbert wird nun der neue stolze Träger des "Gelben Bandes" (frz. "ruban jaune") sein - der Auszeichnung für das schnellste Top-Rennen im Radsportkalender. Ursprünglich gehörte dieser Ehrenpreis dem schnellsten Fahrer bei den Eintagesklassikern, doch derart lange Etappen von Grand Tours wie die von Gilbert nun gewonnene sind wohl auch "rekordfähig".

Der bisherige Träger des "ruban jaune", Matteo Trentin, gratulierte Gilbert bereits:

Der Italiener hatte den Herbstklassiker Paris-Tours 2015 mit einem Schnitt von 49,6km/h gewonnen. Das oft von starkem Rückenwind geprägte französische Rennen hat in der Geschichte die große Mehrzahl der Träger des Gelben Bandes hervorgebracht.

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