Kittel und Greipel hatten beide einen Führungsanspruch geäußert und eigentlich dafür plädiert, die sechsköpfige Mannschaft für das WM-Straßenrennen am 16. Oktober nur um einen Fahrer zu bilden und den anderen zu Hause zu lassen. Bereits seit Ende August hatten Kittel und Greipel auf eine Entscheidung gedrängt. "Sie meinten, es würde nur mit einem von beiden Sinn machen. Aber wir konnten sie überzeugen, dass es so besser ist", sagte BDR-Vizepräsident Udo Sprenger dem SID am Mittwoch.
Die deutsche Taktik wird nun zunächst auf Greipel ausgerichtet sein, Kittel fällt die Jokerrolle zu. "Der grundlegende Plan ist, für Greipel zu fahren, im Rennverlauf hat er das Sagen", sagte Sprenger, der das Hinauszögern der Entscheidung und die damit verbundene Ungewissheit lapidar rechtfertigte:
Die WM wird auch eine gewisse Belastung, und die beiden sind professionell genug.
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Auf dem sprinterfreundlichen Kurs in Katar sieht sich der BDR allerdings nicht mehr in der Rolle des Top-Favoriten, obwohl die Chance auf den ersten deutschen WM-Titel im Straßenrennen seit Rudi Altig (1966) so groß ist wie lange nicht. "Wir sagen nicht, wir müssen Gold gewinnen, sonst haben wir versagt. Wir sind zurzeit nicht diejenigen, die die Sprints gewinnen", meinte Sprenger.

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