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Olympia 2018 - Rodeln: Natalie Geisenberger holt ihr zweites Olympia-Gold im Einzel

Mit Video | Rodel-Doppelsieg! "Was gibt's Geileres?"
Von Eurosport

13/02/2018 um 14:29Aktualisiert 13/02/2018 um 19:21

Natalie Geisenberger verteidigt bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ihren Einzeltitel im Rodeln. Silber geht an ihre Teamkollegin Dajana Eitberger. Tatjana Hüfner verpasst durch einen Fahrfehler die Medaille. Bronze gewinnt die Kanadierin Alex Gough. Die frühere deutsche Junioren-Weltmeisterin Aileen Frisch, seit rund einem Jahr südkoreanische Staatsbürgerin, fuhr auf Platz acht.

Rodlerin Natalie Geisenberger hat bei einem erneuten deutschen Doppelsieg ihr zweites Olympia-Gold in Folge gewonnen.

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Video - Rodel-Highlights: Geisenberger und Eitberger jubeln, Hüfner am Boden

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Im Eurosport-Interview erklärte Geisenberger:

"Ich kann's überhaupt nicht glauben. Es war so ein schwieriges Rennen, aber dass es dann so aufgegangen ist, viermal die Kurve neun getroffen. Jetzt habe ich noch eine olympische Goldmedaille, was gibt's Geileres?"

Die 30 Jahre alte Bayerin aus Miesbach verwies nach vier Läufen im Olympic Sliding Center Teamkollegin Dajana Eitberger (Ilmenau) und die Kanadierin Alex Gough auf die Plätze zwei und drei. Geisenberger sagte:

"Das ist einfach nur geil, genau das, was ich mir seit vier Jahren erträumt habe. Ich habe alles gewonnen, was man im Rodeln gewinnen kann und das mehrfach. Olympia, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, Weltcup. Es ist unglaublich."

Nach Einzel-Bronze 2010 in Vancouver sowie Gold im Einzel und der neu eingeführten Teamstaffel 2014 in Sotschi ist Geisenberger die erfolgreichste Rodlerin der Olympia-Geschichte. Durch ihr zweites Einzelgold zog sie zudem mit Sylke Otto (2002 und 2006) sowie der DDR-Rodlerin Steffi Walter (1984 und 1988) gleich. In der Teamstaffel am Donnerstag (21.30 Uhr OZ/13.30 Uhr MEZ live im Eurosport Player) sind Geisenberger und das deutsche Team ebenfalls favorisiert.

Natalie Geisenberger freut sich nach ihrem Olympiasieg

Natalie Geisenberger freut sich nach ihrem Olympiasieg Getty Images

Selbst Felix Loch konnte am Dienstag wieder lachen, freute sich sichtlich mit seiner langjährigen Trainingspartnerin. Noch am Sonntag war eine Sportwelt über ihm zusammengebrochen, als er auf den letzten Metern des letzten Laufs Olympia-Gold verschenkte, in der tückischen Kurve neun. Nun drückte er Geisenberger einen Kuss auf die Wange, schoss dabei ein Siegerselfie und schickte es per Twitter um die Welt. "Ich bin so stolz auf dich, die Kurve neun kann uns mal! Du hast sie besiegt", schrieb er dazu.

Hüfner denkt an Karriereende

Tatjana Hüfner, Olympiasiegerin 2010 und Zweite hinter Geisenberger 2014, fiel bei ihren letzten Winterspielen auf Rang vier zurück. Rodlerin Hüfner denkt nach der verpassten Medaille bei den Winterspielen in Pyeongchang an ihr Karriereende. "Es ist jetzt, wie es ist. Ich muss das jetzt erst mal verarbeiten und dann eine Entscheidung treffen. Das hat Zeit", sagte die Vancouver-Olympiasiegerin nach dem enttäuschenden vierten Platz beim Sieg ihrer Teamkollegin. Besonders bitter war es für Hüfner, weil sie nicht schlecht gefahren war, keiner der vier Läufe war wirklich unsauber. Dennoch verlor sie im unteren Bereich viel Zeit und wurde von der starken Kanadierin Alex Gough auch noch vom Bronzerang verdrängt

US-Amerikanerin Sweeney mit Unfall

Bei den Winterspielen 2022 in Peking "sieht man mich auf jeden Fall nicht mehr in der Bahn", sagte die 34-Jährige. Hüfner hat bei Olympischen Spielen einen kompletten Medaillensatz gewonnen. In Turin 2006 holte die achtmalige Weltmeisterin Bronze, nach Gold in Vancouver 2010 fuhr sie in Sotschi vor vier Jahren hinter Geisenberger zu Silber.

Überschattet wurde der Wettbewerb von einem Unfall von Emily Sweeney (USA), die nach einem Fehler in Kurve neun stürzte und mehrere Minuten neben der Bahn behandelt werden musste.

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