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Rodeln: Felix Loch verpatzt WM-Generalprobe

Loch verpatzt WM-Generalprobe
Von SID

13/01/2019 um 17:25Aktualisiert 13/01/2019 um 17:44

Der einstige Rodel-Dominator Felix Loch fährt ohne einen einzigen Saisonsieg zur Heim-WM nach Winterberg. Der zweimalige Einzel-Olympiasieger enttäuschte auch bei der Generalprobe im lettischen Sigulda am Sonntag als Neunter völlig und hat nun seit einem Jahr kein Rennen mehr gewonnen. Europameister Semen Pawlitschenko und Alexander Gorbatcewitsch sorgten für einen russischen Doppelerfolg,

Olympiasieger David Gleirscher (Österreich) wurde Dritter.

"Ich habe mir mehr erwartet", sagte Loch: "Im ersten Lauf ist die Bahn etwas schlechter geworden, im zweiten hat es dann einigermaßen gepasst. Aber sogar da hatte ich kleine Fehler drin. Für weiter vorne reicht das nicht."

Am Samstag waren die deutschen Frauen erstmals in dieser Saison geschlagen worden, Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) holte als Zweite hinter Tatjana Iwanowa (Russland) aber ein starkes Ergebnis auf der schwierigen Bahn. Bei den Doppelsitzern feierten die Weltmeister Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) ihren vierten Sieg in Serie. In der abschließenden Teamstaffel wurde Deutschland nur Dritter hinter Lettland und Russland.

Deutsche Männer weit zurück

Die deutschen Männer sorgten dagegen für einen ernüchternden letzten Weltcup vor der WM im Hochsauerland (25. bis 27. Januar). Zweitbester Vertreter des Bob- und Schlittenverbandes BSD war der Olympia-Dritte Johannes Ludwig als Zwölfter. Der Oberhofer, durch seinen Auftakterfolg in Igls weiterhin einziger deutscher Saisonsieger bei den Männern, bleibt dennoch Weltcup-Gesamtführender.

Er profitierte dabei vom ebenfalls schwachen Abschneiden von Weltmeister Wolfgang Kindl (Österreich/10.) und von der Disqualifikation des Russen Roman Repilow (zu hohes Zusatzgewicht). Max Langenhan schloss als 15. ab, Chris landete auf dem 19. Rang. Sebastian Bley kam nicht über den 24. Rang hinaus.

Loch kann nun auch bei der WM in Winterberg nicht als Favorit gelten. Seinen bis dato letzten Sieg hatte der 29-Jährige am 14. Januar 2018 beim Weltcup in Oberhof gelandet, schon damals war Loch längst nicht mehr so unangefochten wie in den Jahren zuvor. Es folgten die Winterspiele in Pyeongchang, bei denen der Berchtesgadener in drei von vier Läufen an seine einstige Dominanz anzuknüpfen schien und souverän führte. Im entscheidenden Durchgang fiel Loch durch einen groben Fahrfehler aber noch auf Rang fünf zurück.

Video - Jubel beim deutschen Team: Rodel-Staffel feiert Heimsieg am Königssee

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