SID

Deutschland-Achter verteidigt WM-Titel souverän

Deutschland-Achter verteidigt WM-Titel souverän
Von SID

16/09/2018 um 13:44

Der Deutschland-Achter hat bei der Ruder-WM in Plowdiw mit einem Start-Ziel-Sieg erneut Gold gewonnen. Das Flaggschiff des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich in Bulgarien vor Australien und Olympiasieger Großbritannien durch und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Das Team um Steuermann Martin Sauer verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich.

Nie zuvor war ein DRV-Achter mit der gleichen Besetzung zweimal in Folge Weltmeister geworden.

Gleich nach dem Start setzte sich die deutsche Crew an die Spitze und baute den Vorsprung anschließend kontinuierlich aus. Im Ziel lagen die starken Australier fast zwei Sekunden zurück. Das DRV-Flaggschiff ist damit seit zwei Jahren in Finalrennen unbesiegt und liegt zwei Jahre vor Olympia in Tokio voll auf Kurs.

"Das war sehr souverän, sehr stark. Wir sind schnell gestartet und nie in Bedrängnis geraten. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte Bundestrainer Uwe Bender dem SID.

Zeidler verpasst Medaille

Ruder-Neuling Oliver Zeidler hatte zuvor dagegen eine Überraschung klar verpasst. Der 22-Jährige kam beim Sieg von Europameister Kjetil Borch (Norwegen) nach einem verpatzten Start auf Rang sechs, lieferte insgesamt aber ein starkes WM-Debüt ab. Der Ingolstädter war erst vor zwei Jahren vom Schwimmen zum Rudern gewechselt.

"Ich bin schief losgefahren und habe gleich eine Leine berührt. Das ist natürlich schade, denn ich bin mit einer Form angereist, mit der ich hätte Weltmeister werden können. Aber bei diesen windigen Bedingungen fehlt mir einfach noch die Erfahrung, da kann ich mit den großen Jungs nicht mithalten", sagte Zeidler.

Der Wind machte allen Athleten zu schaffen. Die Fairness-Kommission des Weltverbandes FISA änderte am Morgen sogar die Bahnverteilung für alle Rennen, die Vorlauf-Schnellsten fuhren auf den Außenbahnen fünf und sechs. Auch Annekatrin im Einer und der Doppelzweier Timo Piontek/Lars Hartig waren auf Bahn eins somit chancenlos und belegten die Ränge sechs und fünf.

Durchwachsene Bilanz

Zu den ersten Gratulanten des Frauen-Quartetts hatte am Samstag IOC-Präsident Thomas Bach gehört. Der Vierer hätte "die Silbermedaille wirklich genossen wie Gold", sagte Bach nach dem Ruder-Krimi und einem Erinnerungsfoto mit den vier Strahlefrauen Marie-Catherine Arnold, Carlotta Nwajide, Franziska Kampmann und Frieda Hämmerling.

"Wir haben bis zum Umfallen gekämpft, bis zum letzten Schlag. Umso glücklicher sind wir, dass es zu Silber gereicht hat", sagte Arnold, die zugab: "Gegen die Polinnen war heute kein Kraut gewachsen."

Video - Trotz Schwan im Fahrwasser - Deutschland-Achter bucht Finalticket

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