"Ich wollte wissen: Alter, was ist in deinem Körper noch drin?", sagt der Bochumer, der sich selbst als "Versuchskarnickel" sah.

Am Samstag (15. Februar) wird Warnecke 50 Jahre alt, jetzt schwimmt er nicht mehr. Mittlerweile sind seine Kinder, die elfjährigen Zwillinge Colin und Tristan schneller. Vor knapp 15 Jahren war Warnecke bei der WM in Montreal noch der Schnellste über 50 m Brust - und älter als jeder andere Schwimmweltmeister.

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Damals hatte er schon als Arzt und Unternehmer Berufserfahrung gesammelt und für sich selbst eine Diät entwickelt. Aus "fettigen Fleischstangen" wurden wieder Arme, und Warnecke schwamm schneller als je zuvor.

Mit 43 Jahren wollte er wissen, "was man im Alter verändern muss, damit der Körper wieder Leistung bringt". Bei der Kurzbahn-DM 2013 in Wuppertal schwamm er aus dem Training heraus ins Finale und dachte noch im Wasser: "Geil, es klappt. Danke, das war's." Danach war endgültig Schluss.

Seinem Sport ist Warnecke noch immer verbunden, nicht nur weil er mit Ex-Weltmeister Marco Koch in Sachen Ernährung zusammenarbeitet. Den sportlichen Niedergang mit den medaillenlosen Olympischen Spielen 2012 und 2016 hat er genau verfolgt und sich mehrmals kritisch zu Wort gemeldet. Aktuell jedoch hält er sich zurück: "Draufkloppen macht keinen Sinn."

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