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Route du Rhum: Führender Thomson havariert - Herrmann vor Zielankunft

Route du Rhum: Führender Thomson havariert - Herrmann vor Zielankunft
Von SID

16/11/2018 um 12:40Aktualisiert 16/11/2018 um 12:51

Spektakulärer Zwischenfall bei der Transatlantik-Regatta Route du Rhum: Der in der IMOCA-Klasse für gut 18 Meter lange Einrumpfboote überlegen führende Alex Thomson hat kurz vor dem Ziel an der Karibikküste von Guadeloupe einen Felsen gerammt und ist auf Grund gelaufen.

Der britische Skipper wurde nicht verletzt und konnte das Rennen trotz erheblicher Schäden an seinem Boot fortsetzen. Weil er bei der Rettungsaktion seinen Motor eingesetzt hat, droht Thomson bei der legendären Solo-Transatlantikregatta nun allerdings die Disqualifikation durch die internationale Jury.

"Das Missgeschick von Alex ist wirklich kaum zu glauben", sagte der deutsche Starter Boris Herrmann, "aber bevor niemand weiß, wie das genau passiert ist, sollten voreilige Bewertungen unterbleiben." Thomson hatte nach seiner Havarie noch mehr als 150 Seemeilen, also mehrere Stunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten Paul Meilhat und dessen Verfolger Yann Elies (beide Frankreich).

Der 37-jährige Herrmann liegt in der IMOCA-Klasse aktuell auf Position fünf und wird am Samstag im Ziel in Pointe-a-Pitre erwartet. "Die Gegner vor mir sind alles Top-Segler. Die werden kaum noch Fehler machen", sagte der geborene Oldenburger, der nur noch an eine theoretische Chance glaubt, im Endklassement noch einen Rang gutmachen zu können.

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