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Route du Rhum: Meilhat triumphiert nach Thomsons Havarie - Herrmann Fünfter

Route du Rhum: Meilhat triumphiert nach Thomsons Havarie - Herrmann Fünfter
Von SID

07/12/2018 um 18:37Aktualisiert 07/12/2018 um 18:41

Einen Tag nach der Havarie des bis dahin überlegen führenden Briten Alex Thomson hat Paul Meilhat bei der Transatlantik-Regatta Route du Rhum triumphiert und damit die Siegesserie der Franzosen in der IMOCA-Klasse für gut 18 Meter lange Einrumpfboote fortgesetzt.

Meilhat kreuzte am Samstag nach 12 Tagen, 11 Stunden, 23 Minuten und 18 Sekunden in Pointe-a-Pitre auf Guadeloupe die Ziellinie.

Der Hamburger Boris Herrmann (37) kam am Samstag als Guter Fünfter ins Ziel. Der erste Deutsche in der IMOCA-Klasse bei einer Ozeanüberquerung beendete die Regatta nach 13 Tagen, drei Stunden, 47 Minuten und 30 Sekunden.

"Es war strapaziös, ohne Frage, extreme Bedingungen teilweise über viele Stunden", sagte Herrmann: "Aber ich habe die Passage auch genossen. Das Boot und ich sind inzwischen eine fest zusammengeschweißte Einheit. Ich bin einfach nur stolz, erleichtert und überglücklich, hier heil unter den besten Fünf der Welt angekommen zu sein."

Meilhat hatte die 7361 Kilometer lange Distanz vom französischen Küstenort St. Malo in die Karibik mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 11,83 Knoten absolviert. "Ich fühle mich erschöpft. Es ist mein erster großer Einzelsieg, er ist der Lohn für jahrelange Arbeit. Es hat sich gelohnt, großartig", sagte Meilhat im Zielhafen.

Thomson hatte tags zuvor einen Felsen gerammt und lief auf Grund auf. Der britische Skipper wurde nicht verletzt, konnte das Rennen aber trotz erheblicher Schäden an seinem Boot fortsetzen. Weil er bei der Rettungsaktion seinen Motor eingesetzt hatte, wurde er bei der legendären Solo-Transatlantikregatta durch die internationale Jury disqualifiziert.

Thomson hatte nach seiner Havarie noch mehr als 150 Seemeilen, also mehrere Stunden Vorsprung vor dem dort noch zweitplatzierten Meilhat.

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