"Es gibt viele Gründe für meinen Entschluss. Dazu gehört auch die Vergütung der Trainer. Der Aufwand ist teilweise wahnsinnig, die Bezahlung aber nicht mehr zeitgemäß", sagte der Rodel-Olympiasieger von 1988 der FAZ.

Trotz der vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Politik in Angriff genommenen Leistungssportreform ist Müller skeptisch, dass sich die Lage für die Trainer bald ändert. "Vor zehn Jahren ist mal eine Traineroffensive angekündigt worden. Im neuen Koalitionsvertrag ist nicht mal das Wort Trainer erwähnt", sagte Müller.

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Der langjährige Bundestrainer hat vor allem Schwierigkeiten mit der Potenzial-Analyse-Kommission, die die Notwendigkeit der Förderung von Verbänden und Sportlern bewertet. "Wir mussten einen enormen Fragenkatalog beantworten. Ich bin gespannt, ob die Kommission so viele Dokumente fachlich einschätzen und die Einhaltung der daraus resultierenden Forderungen an Verbände und Sportarten kontrollieren kann", sagte Müller.

Der 52-Jährige hatte seinen Vertrag auch deshalb vorzeitig auflösen lassen, weil er mit den Ergebnissen der deutschen Skeletonis unter seiner Regie nicht zufrieden war. Auch haben gesundheitliche Gründe eine Rolle gespielt. Müller hatte vor vier Jahren einen schweren Herzinfarkt erlitten.

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