Im lettischen Sigulda belegte die 26-Jährige am Sonntag den dritten Platz hinter der Russin Jelena Nikitina und Elisabeth Maier aus Kanada. Die Olympia-Zweite Jacqueline Lölling (Winterberg) kam zum Start in den WM-Winter nicht über den fünften Platz hinaus und landete damit direkt vor Sophia Griebel (Suhl).

"Ich hatte im zweiten Lauf schon oben einen Riesenbock drin, da war ich leider etwas unkonzentriert", sagte Hermann, die nach dem ersten Durchgang noch auf Rang zwei gelegen hatte, in der ARD: "Aber es ist eben eine anspruchsvolle Bahn." Lölling vergab ihre Chancen indes mit einem schwachen ersten Lauf. "Der Rückstand war dann zu groß, das war nicht mehr aufzuholen", sagte sie. Der nächste Weltcup steigt schon am kommenden Wochenende auf Löllings Heimbahn in Winterberg.

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Die 23-jährige Lölling trägt spätestens nach ihrem Silbergewinn von Pyeongchang die größten Hoffnungen des deutschen Skeletonsports. Die Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin galt bei den Winterspielen gar als Favoritin, verpasste dort das erste deutsche Olympia-Gold in der kleinsten Schlittensportart aber knapp.

Hinter den deutschen Frauen um Lölling und Hermann fallen die Männer seit Jahren ein wenig ab. Wie schon bei Olympia verpassten sie auch zum Saisonauftakt recht deutlich das Podest. Der Olympia-Zweite Nikita Tregubow aus Russland gewann vor dem lettischen Rekordweltmeister Martins Dukurs und Olympiasieger Yun Sung Bin (Südkorea). Bester Deutscher war überraschend Debütant Felix Keisinger (Königssee), der als Fünfter überzeugte.

Alexander Gassner (Winterberg) wurde Siebter, einen Rang dahinter schloss Vizeweltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) ab. Das deutsche Trio fuhr um jeweils etwa eine halbe Sekunde am Podest vorbei.

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