Das Quartett war am Mittwoch im Zuge der Aufarbeitung des russischen Staatsdoping-Skandals vom IOC lebenslang in allen Funktionen für Olympia gesperrt worden, Tretjakow und Nikitina müssen ihre Medaillen zurückgeben. Eine detaillierte Urteilsbegründung hatte das IOC nicht veröffentlicht.

Russische Langläufer starten im Weltcup

Deshalb hatte der Ski-Weltverband FIS am Donnerstag zunächst auf eine Sperre von sechs russischen Langläufern verzichtet, die vom IOC ebenfalls die Höchststrafe erhalten hatten. Das Sechstett um 50-km-Olympiasieger Alexander Legkow darf vorerst im Weltcup starten.
PyeongChang
IOC sperrt Sotschi-Sieger Tretjakow lebenslang für Olympia
22/11/2017 AM 13:41
Die IBSF griff dagegen härter durch und sperrte die Athleten vorläufig. Der Verband teilte mit, dass die betroffenen Sportler das Recht auf eine Anhörung hätten.

Russland kündigt Einspruch an

"Momentan gibt es keine Beweise über die Schuld der Athleten", wurde Verbands-Präsident Alexander Subkow von der Nachrichtenagentur TASS zitiert. Subkow selbst wurde am Freitag wegen Dopingvergehen vom IOC lebenslang für Olympia gesperrt. Er hatte als Bob-Pilot bei den Winterspielen 2014 Gold im Zweier und Vierer geholt.
"Wir hoffen, dass die IBSF ebenso handelt wie in der vergangenen Saison, als die vorläufigen Sperren nach der Anhörung aufgehoben wurden. Wir werden alles tun, um sie möglichst bald wieder im Weltcup zu sehen", sagte er.
Schon im Januar 2017 hatte der Weltverband die betroffenen Skeletonis als Reaktion auf den zweiten McLaren-Bericht vorläufig gesperrt.
Im Gegensatz zu den Langläufern, die am Wochenende in Kuusamo in ihre olympische Saison starten, absolvieren die Skeletonis in Whistler bereits ihren dritten Weltcup. Nikitina hatte am Samstag das Rennen in Park City gewonnen - vor Vizeweltmeisterin Tina Hermann (Königssee).
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