Shiffrin rast zum Abfahrtssieg in Bansko

Während Rebensburg im oberen Abschnitt der technisch anspruchsvollen Piste "Marc Girardelli" gut unterwegs war, reihte sich danach Fehler an Fehler, und der Rückstand wuchs gewaltig an. Im Ziel fehlten der Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010 dann 2,79 Sekunden auf Shiffrin (1:29,79 Minuten).
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"Ich habe einen Haken reingehauen, das hat mich viel Zeit gekostet", sagte Rebensburg in der ARD. Es sei auf der Strecke "ein Kampf von oben bis unten" gewesen. Weidle wiederum hätte in die Nähe des Podiums fahren können, wenn ihr nicht im Mittelteil ein kapitaler Schnitzer unterlaufen wäre.
Shiffrin gewann ihr erstes Rennen in diesem Jahr, während Olympiasiegerin Sofia Goggia spektakulär stürzte, sich aber nicht schwerer verletzte.

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Rebensburg sauer nach DSV-Kritik

Nahezu regungslos registrierte Viktoria Rebensburg im Ziel ihre Zeit, schnallte die Ski ab und stapfte aus dem Innenraum in Bansko. Es wirkte, als hätte die 30-Jährige die erste von zwei Weltcup-Abfahrten in Bulgarien eher pflichtgemäß absolviert, die Gedanken der deutschen Skirennläuferin kreisten noch um die Kritik von DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. "Die letzten Tage waren sehr turbulent, es war viel los", sagte Rebensburg in der ARD nach einer Schussfahrt, die nur für den schwachen 22. Platz reichte.
Doch viel mehr nagte an der DSV-Topläuferin aus Kreuth der grundsätzliche und harte Tadel Maiers im Gespräch mit dem SID. Ihr Trainingspensum in ihrer Spezialdisziplin Riesenslalom genüge hohen Ansprüchen nicht mehr, hatte er gesagt: "Mit dem derzeitigen Aufwand ist das Leistungsniveau auf dem Podium nicht mehr zu halten."
Rebensburg war davon sichtlich getroffen, "unverständlich" fand sie Inhalt sowie Art und Weise der Kritik. Zu gegebener Zeit und nach interner Klärung, kündigte sie an, werde auch eine öffentliche Reaktion folgen. "Mir ist es wichtig", sagte Rebensburg, "die Dinge dann auch mal klarzustellen von meiner Seite, das bin ich meinem Trainerteam, meinen Betreuern, meinen Sponsoren und mir selber auch schuldig und ich hoffe, man kann das verstehen."

Weidle hatte Podium greifbar

Auf der Piste konnte sie Maiers Vorwurf allerdings am Freitag noch nicht widerlegen. Beim Ersatzrennen für die abgesagte Abfahrt von Val d'Isere war Rebensburg im oberen Abschnitt zwar noch gut unterwegs, doch danach reihte sich Fehler an Fehler. Im Ziel fehlten ihr 2,79 Sekunden auf die Siegerin, nur zweimal war Rebensburg in diesem Winter noch schlechter platziert.
Weidle hätte sogar in die Nähe des Podiums fahren können, wenn ihr nicht im Mittelteil ein kapitaler Schnitzer unterlaufen wäre. "Ich habe mich schon draußen gesehen", sagte die 23-Jährige.

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Sie ergänzte: "Es wäre noch mehr möglich gewesen, aber ich bin ganz happy."
Am Samstag (10:15 Uhr) hat Rebensburg bereits die nächste Chance zur Wiedergutmachung, am Sonntag folgt noch ein Super-G (9:15 Uhr) im Südwesten Bulgariens.
(SID)
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