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"Das ist keine Überraschung": Dreßen bleibt trotz erstem Dämpfer optimistisch

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Thomas Dreßen in Beaver Creek

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
08/12/2019 Am 14:39 | Update 08/12/2019 Am 14:40

Skirennläufer Thomas Dreßen ist nach seinem sensationellen Comeback zurück auf dem Boden der Tatsachen. Sorgen aber macht er sich deswegen zurecht keine. "Mein Gott, dass ich noch Fehler mache hier und da, das ist jetzt keine Überraschung für mich. Das passt schon", sagte der 26-Jährige nach seiner ersten Enttäuschung in Beaver Creek. Dominik Schwaiger sorgte unterdessen für eine Überraschung.

Klar, ein bisschen enttäuscht war Thomas Dreßen schon. Erst das sensationelle Comeback mit dem Sieg im kanadischen Lake Louise, dann die großartige erste Trainingsfahrt in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado, wo er sich ja im Jahr zuvor unter anderem diesen Totalschaden im rechten Knie zugezogen hatte - da war Optimismus beileibe nicht verboten.

Dann jedoch erhielt Dreßen auf seiner Unglückspiste gleich zwei Dämpfer verpasst.

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Dreßen fehlt noch Wettkampfhärte

"Scheiße" fand er Platz 27 im Super-G, "scheiße" fand er tags darauf auch seine verpatzte Durchfahrung der "Netzkurve" in der Abfahrt, die ihn am Ende auf Platz 19 zurückwarf: "Da habe ich das Rennen weggeschmissen", sagte er, "da musste ich bergauf fahren, um das nächste Tor zu erwischen." Doch allzu lange Trübsal blasen wollte er deshalb auch nicht:

Mein Gott, dass ich noch Fehler mache hier und da, das ist jetzt keine Überraschung für mich. Das passt schon.

Und grundsätzlich, sagte Dreßen am Fuße der "Raubvögel"-Piste, sei er ja "zufrieden mit dem Start" in die Saison, die für ihn in zwei Wochen in Gröden weitergeht. Alpinchef Wolfgang Maier wollte da nicht widersprechen.

Bei Dreßen sei zu sehen, "dass viele Dinge gut sind", bei den schwierigen Bedingungen auf der sehr anspruchsvollen "Birds of Prey" habe ihm aber "ab und zu noch die Überwindung gefehlt". Es sei aber auch nur allzu verständlich, "dass er noch nicht die Wettkampfhärte hat".

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Schwaiger mit Ausrufezeichen in Beaver Creek

Tatsächlich überdeckte der Sieg von Dreßen in Lake Louise auch die Probleme der Rekonvaleszenten Josef Ferstl (Daumenbruch) und Andreas Sander (Kreuzbandriss). Maier bittet um Geduld für die drei. Die "Aufs und Abs" seien ja zu erwarten gewesen und auch bei Dreßen sehe er "kein Problem, er ist auf einem guten Weg". Wenn ein Rennläufer nach langer Verletzungspause zurückkomme, "muss man immer damit rechnen, das Rennen dabei sind, die nicht so optimal sind", betonte Maier.

In solchen Momenten tut es dann ganz gut, wenn einer aus dem Nichts auftaucht: In der Abfahrt (Sieger Beat Feuz/Schweiz) fuhr Dominik Schwaiger mit der hohen Startnummer 41 auf Rang sieben. "Ich bin super happy", sagte er.

Schwaiger war im Weltcup zuvor erst einmal in die Top 10 gefahren, vor vier Jahren beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia/Italien (4.), ansonsten gelangen ihm seine besten Platzierungen im Januar in Kitzbühel (12./Super-G, 17./Abfahrt).

Schwaiger gilt als technisch versierter Skifahrer, aber "er lebt halt auch", sagt Maier mit einem Schmunzeln, "in einem gewissen Phlegma". Der 28-Jährige vom Königssee, ergänzte der Alpinchef, "wäre eigentlich ein Guter, aber wenn man ihn nicht permanent tritt, dann tut er nichts".

(SID)

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