Nach dem Ende seiner Durststrecke strahlte Dominik Paris zufrieden in die Kamera, streckte die Zunge heraus und ballte die Fäuste. Der Ski-Rennläufer aus Südtirol feierte bei der Weltcup-Abfahrt im französischen Chamonix seinen ersten Erfolg seit 393 Tagen ausgelassen, und ganz nebenbei sorgte er für Spannung im Abfahrtsweltcup.
"Ich habe gemerkt, dass ich einen guten Speed habe. Dass es dann wirklich reicht, hätte ich nicht gedacht", sagte Paris, der auf der Piste am Fuße des Mont Blanc mit den widrigen Bedingungen und einsetzendem Schneefall am besten zurecht kam und den US-Amerikaner Steven Nyman (+0,35 Sekunden) und Beat Feuz aus der Schweiz (0,39) auf die Plätze verwies.
Chamonix
Sieg und Kristallkugel für Pinturault
19/02/2016 AM 13:51
Nach dem ersten Sieg seit dem 23. Januar 2015, als er den Super G in Kitzbühel gewonnen hatte, hat Paris im Abfahrtsweltcup als Fünfter 332 Punkte auf dem Konto. Noch immer liegt der verletzte Aksel Lund Svindal aus Norwegen, der Anfang des Jahres bei der turbulenten Abfahrt von Kitzbühel einen Kreuzbandriss erlitten hatte, mit 436 Punkten ganz vorne.
Der Südtiroler Peter Fill (410), am Samstag Fünfter, hat jedoch nur noch 26 Punkte Rückstand und gilt nun als heißer Anwärter auf die kleine Kristallkugel für den Gesamtsieg in der Königsdisziplin. "Die Platzierung ist super, die Fahrt war nicht optimal. Die Sicht war nicht gut - zwei, drei Fehler waren drinnen. Die passieren, wenn man angreift", sagte Fill: "Für den Abfahrtsweltcup war es kein schlechtes Rennen. Ich genieße es, dass ich in der Position bin. Es läuft in dieser Saison wirklich super."
Bei den abschließenden Rennen in Kvitfjell/Norwegen (12. März) und dem Finale in St. Moritz/Schweiz (16. März) könnte Fill Svindal noch abfangen. Dies gilt unter anderem auch für den neuen Dritten Adrien Theaux (Frankreich/341) und Kjetil Jansrud aus Norwegen (340).

Sander: "Heute war nicht alles gut"

Etwas enttäuschend verlief der Wettbewerb für Andreas Sander, der auf der Piste mit vielen Gleiterpassagen und bei einsetzendem Schneefall Probleme hatte und deutlich hinter der Spitze auf Platz 24 landete, zeitgleich mit seinem Teamkollegen Thomas Dreßen (+1,85).
"Wenn alles passt, bin ich immer für eine Top-15-Platzierung gut. Aber heute war nicht alles gut", sagte Sander in der ARD: "Ich habe alles probiert, bin tief in die Hocke gegangen. Aber die Sicht ist um einiges schlechter als im Training und mit dem Neuschnee wurde es schwer."
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Der Lauf von Andreas Sander im Video:

Chamonix: Die Abfahrt von Andreas Sander

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