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Neureuther nimmt Stellung zum Thema Doping: "Plötzlich Terminator, oder wie?"

Neureuther nimmt Stellung zum Thema Doping: "Plötzlich Terminator, oder wie?"

27/03/2019 um 16:48Aktualisiert 27/03/2019 um 16:53

Felix Neureuther hat seine Karriere als alpiner Skirennfahrer mit 35 Jahren beendet. Im Interview mit dem "ZDF" hat er sich nun zu seinem neuen Lebensalltag, Dauerkonkurrent Marcel Hirscher und der Doping-Problematik im Skisport geäußert. Blutdoping mache laut Neureuther in seiner Paradedisziplin, dem Slalom, wenig Sinn.

Etwas mehr als eine Woche ist es nun her, dass Felix Neureuther zum letzten Mal in seiner Karriere die Ziellinie eines Weltcup-Slaloms überquert hat. Ganz realisiert hat der 35-Jährige das Karriereende aber noch nicht:

"Wenn ich im Sommer aufstehe und denke, ich muss trainieren und dann checke ich, ich muss gar nicht trainieren, dann wird es mir richtig bewusst."

Dass es in seiner 16-jährigen Weltcup-Laufbahn "nur" zu 13 Siegen reichte, hat laut Neureuther vor allem mit seinem Dauerrivalen und Dominator Marcel Hirscher (67 Weltcup-Siege) zu tun. "Marcel Hirscher hat sich halt leider auch dazu entschieden, Skifahrer zu werden", scherzte der Sohn von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther.

Klare Meinung zum Thema Doping

Zum Thema Doping im Skirennsport hat er eine klare Meinung.

"Ich kann mir nicht vorstellen, wie da so ein Beutel Blut hängt und du pumpst dir das dann wieder hinein. Dieses Blut wird wochenlang woanders gelagert, du weißt ja gar nicht, ob das tatsächlich deines ist, und dann drückst du es dir wieder rein und bist plötzlich Terminator, oder wie?"

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Vor allem in seiner Disziplin, dem Slalom, sei Blut-Doping undenkbar:

"Wenn man sieht, in welchem körperlichen Zustand ich bin, dann schaffen das andere auch. Dazu braucht es kein Doping."

Besonders freue er sich nach seinem Karriereende darauf, beim Essengehen nicht so sehr aufpassen zu müssen:

"Du achtest ja schon darauf, wenn du essen gehst, ob das Steak nicht irgendwelche Spuren drin hat. Jetzt, wo ich aufgehört habe, freue ich mich, wenn ich essen gehen kann und mir denke - wenn es verunreinigt is, is es wurscht."

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