Getty Images

Petra Vlhova gewinnt vor Mikaela Shiffrin den Slalom in Flachau, Christina Geiger Sechste

Mit Video | Nach sieben Siegen: Vlhova schlägt Shiffrin, Geiger erneut stark
Von SID

08/01/2019 um 22:28Aktualisiert 08/01/2019 um 23:11

Petra Vlhova aus der Slowakei hat Topfavoritin Mikaela Shiffrin aus den USA geschlagen und den Slalom im österreichischen Flachau gewonnen. Weltmeisterin Shiffrin belegte mit 0,15 Sekunden Rückstand Rang zwei. Dritte wurde die Österreicherin Katharina Liensberger (+1,17). Zwei Tage nach ihrem fünften Rang in Zagreb zeigte Christina Geiger als Sechste (+2,68) erneut eine gute Leistung.

Als sie im Ziel die grüne "1" aufleuchten sah, ließ Christina Geiger ihrer Freude freien Lauf. Mit dem Sieg hatte die Oberstdorferin beim Flutlicht-Slalom im österreichischen Flachau am Ende erwartungsgemäß nichts zu tun - vier Wochen vor der WM im schwedischen Are zeigte die 28-Jährige bei dichtem Schneetreiben als Sechste aber erneut eine starke Leistung.

Geiger sagte nach ihrem couragierten zweiten Lauf:

"Ich war so überrascht im Ziel, ich hatte ja doch den ein oder anderen Fehler. Als ich gesehen habe, dass ich 1,15 Sekunden vorne bin, habe ich die Welt gar nicht mehr verstanden - ich bin superglücklich, dass ich mich noch verbessern konnte. "

Nach dem ersten Lauf hatte sie noch Rang neun belegt. Lena Dürr erreichte Rang 15.

Swenn-Larsson disqualifiziert

Im sechsten Slalom des WM-Winters hieß die Siegerin am Ende überraschend nicht Mikaela Shiffrin. Die Slalom-Königin belegte nach den fünf Saisonerfolgen in ihrer Spezialdisziplin vor 13.400 Zuschauern diesmal Rang zwei, 0,15 Sekunden hinter Petra Vlhova (Slowakei), der ein starker zweiter Lauf gelungen war.

Video - Traumlauf: So zwang Vlhova Slalom-Königin Shiffrin in die Knie

01:39

Dritte auf der Hermann-Maier-Weltcupstrecke wurde Katharina Liensberger (Österreich), nachdem Anna Swenn Larsson (Schweden) nachträglich disqualifiziert wurde.

Geiger hatte auf Vlhova 2,68 Sekunden Rückstand, auch auf Rang drei fehlten noch 1,51 Sekunden, sie fuhr nun aber im dritten Rennen nacheinander in die Top Ten: Drei Tage zuvor hatte sie im kroatischen Zagreb als Fünfte überzeugt, Siebte war sie beim Parallel-Slalom am Neujahrstag in Oslo geworden. "Seit Semmering gehts bergauf, davor war ein bisschen holprig, aber seitdem kann ich mich nicht beschweren", sagte Geiger.

Video - Geiger glänzt auch in Lauf zwei

01:04

Am Semmering hatte die Allgäuerin Ende Dezember mit Rang sieben im ersten Lauf überzeugt, sich durch ihr unglückliches Ausscheiden im zweiten Lauf aber offenkundig nicht aus der Ruhe bringen lassen. Seitdem ist "das Vertrauen wieder da", sagt Geiger:

"Es läuft einfach gerade, ich nehme es gerne so hin und trainiere fleißig, ich genieße es einfach, dass es gerade gut läuft. "

Letzteres kann Lena Dürr von sich nicht behaupten. Nach der geglückten Qualifikation für die WM in Are/Schweden (3. bis 17. Januar) Anfang Dezember hat sie mittlerweile völlig den Faden verloren. In Flachau kam sie nach zwei unsicher wirkenden Fahrten wenigstens wieder ins Ziel, Rang 15 war auch akzeptabel, ihr Rückstand auf Vlhova betrug allerdings fast fünf Sekunden.

Mit Ausnahme des City Events in Oslo, wo sie im Finale ebenfalls Vlhova unterlegen war, gewann Shiffrin zuvor saisonübergreifend die letzten sieben Slaloms in Serie.

Video - Geiger erneut auf Top-Ten-Kurs

01:17