Dem Weltcup steht eine Revolution bevor, das ist seit langem ein offenes Geheimnis. Welche Ausmaße diese letztlich annehmen wird, muss sich noch herausstellen. Die FIS schreckt dabei jedenfalls vor keinem Tabu zurück, wie erste Informationen über den zukünftigen Weltcup-Kalender vermuten lassen.
Laut Informationen des "ORF" startet die Saison 2022/23 wie üblich im Gletschergebiet von Sölden, daraufhin steht die gewohnte Reise über den großen Teich nach Nordamerika an. Danach wird es jedoch kompliziert.
Da man sich aufgrund der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft in Katar (21. November - 18. Dezember) vor schwindenden Sendeplätzen und sinkenden Zuschauerzahlen fürchtet, will man bei der FIS neue Wege gehen.
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Dem Vernehmen nach steht zum Ende der Saison 2023 eine zweite Nordamerika-Tour auf dem Programm - auf Kosten von traditionsreichen Strecken wie Garmisch-Patenkirchen. Um den Wegfall der Rennen zu kompensieren, sei dem deutschen Austragungsort ein Nachtslalom angeboten worden. Dieser wurde wiederum dem kroatischen Zagreb entzogen.

Weltcup-Kalender: Verbände rebellieren gegen FIS

"Wir sind von der Meldung beziehungsweise den Planungen der FIS auch ein Stück weit überrascht worden", erklärte Florian Fischer, Vorsitzender des Skiclubs Garmisch gegenüber "Merkur.de" und führte weiter aus: "Wir sehen es nicht als ausreichenden Ersatz, dass neben den beiden Damen-Rennen im kommenden Winter jetzt nur ein Nachtslalom der Herren stattfinden soll."
Auch außerhalb Deutschlands sorgten die angeblichen Eingriffe für ordentlich Unmut. Diese Differenzen führten sogar dazu, dass der Terminkalender vom Council abgelehnt wurde. Die FIS muss ihre Vorschläge nun überarbeiten und mit einer angepassten Version aufwarten.
Ob diese letzten Endes milder ausfallen wird, darf bezweifelt werden. Neben möglichen Hallenrennen in Dubai soll in Zukunft auch eine Eingliederung der Olympia-Strecke von Peking im Raum stehen. Im Skisprung und Snowboard soll nächste Saison übrigens auch wieder in Russland gestartet werden - trotz des Angriffskrieges auf die Ukraine.
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