Ausgerechnet vor heimischem Publikum sicherte sich Fenninger den ersten Sieg für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) in dieser Disziplin seit fast zwei Jahren. In beiden beiden Durchgängen erwischte die 22-Jährige insbesondere den Schlussabschnitt nahezu perfekt.
Im Finale bewältige die Kombinations-Weltmeisterin den entscheidenden Linksschwung beim Geländeübergang in den Zielhang aus einem Guss, und so fuhr die Rennläuferin aus Hallein im Salzburger Land an dieser Schlüsselstelle erneut mehrere Zehntel heraus.
Für die Tagessiegerin, die mit einer Gesamtzeit von 2:16,08 Minuten zwei Zehntel schneller fuhr als Brignone, war es der erste Triumph im Weltcup überhaupt. Ihre Stärke in der technisch anspruchsvollsten Disziplin deutete Fenninger allerdings bereits mit den Plätzen sechs und vier zum Saisonauftakt in Sölden sowie im US-amerikanischen Aspen an.
Lienz
Geiger hauchdünn am Podium vorbei
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"Mich haben die Leute immer wieder auf den ersten Weltcupsieg angesprochen. Ich habe immer gesagt, dass ich bereit bin. Aber ich habe mir bisher vielleicht zu viel Druck gemacht", so die überglückliche Siegerin. "Heute bin ich einfach drauf los gefahren und habe mich auch von ein paar Fehlern nicht beirren lassen."
Rebensburg mit grobem Fehler
Genau an der Stelle, wo Fenninger ihre Zeit herausfuhr, patzte Rebensburg. Die Greutherin erwischte einen Schlag, musste die Skier querstellen und somit das Tempo wenige Tore vor dem Ziel neu aufnehmen. "Ich habe nach dem ersten Durchgang geführt und würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht aufs Podium oder gewinnen wollte. Aber so ist der Sport", so die Führende im Disziplinweltcup nach dem Rennen.
Stefanie Köhle und Elisabeth Görgl, nach dem ersten Lauf noch auf den Plätzen zwei und drei, komplettierten als Sechste und Siebte das starke österreichische Teamergebnis. Dennoch zeigte sich Görgl mit dem verpassten Podestplatz unzufrieden. "Natürlich ist die Enttäuschung groß. Es hilft aber nichts, ich habe es probiert. Aber es ist mir heute nicht leicht von der Hand gegangen, vielleicht habe ich zu viel gewollt", sagte die Doppelweltmeisterin.
Höfl-Riesch: Kleine Enttäuschung trotz Aufwärtstrend
Gesamtweltcupsiegerin Maria Höfl-Riesch fuhr als Zehnte das erste Mal diesem Winter im Riesentorlauf in die Top 10. Dennoch ärgerte sich die Doppel-Olympiasiegerin über eine zu verhaltene Einfahrt in den Zielhang, die ihr eine bessere Platzierung kostete.
Kathrin Hölzl kam bei ihrem Comeback nach mehr als zehnmonatiger Rennpause wegen einer Stoffwechselerkrankung im Finale nicht ins Ziel. Die Weltmeisterin von Val d'Isère übersah eine Bodenwelle, verlor das komplette Tempo und schwang wenige Tore später enttäuscht ab.
Veronika Staber (35.) und Barbara Wirth (40.) verpassten die besten 30. Veronique Hronek und Simona Hösl schieden im ersten Durchgang aus.
Beste Schweizerin wurde Dominique Gisin auf Position 20. Lara Gut stürzte nach starker Zwischenzeit im ersten Lauf wenige Meter vor dem Ziel.
VIDEO: Die Zusammenfassung des Rennens
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