Nach dem Triumph in den Lienzer Dolomiten fehlen Schild, die in ihrer Laufbahn nun 31 Slalom-Triumphe verzeichnet, nur noch zwei Siege zum Rekord von Vreni Schneider. Die 30-Jährige demonstrierte erneut ihre Extraklasse in ihrer Paradedisziplin.
Die Weltmeisterin zog die Schwünge in beiden Durchgängen wie auf Schienen nach unten und war nie in Gefahr, die Kontrolle über die Skier zu verlieren. Maze fehlten 79 Hundertstelsekunden auf die Bestzeit der "Slalom-Queen". Die Sensations-Dritte, Shiffrin, hatte bereits über eine Sekunde Rückstand.
"Ich habe eigentlich das Gefühl, das Siegen wird immer schwerer", so die Triumphatorin nach dem Rennen. "Es ist natürlich schön, als Letzte oben zu stehen. Aber man denkt schon nach, wie viel man riskieren kann und muss. Ich habe im zweiten Lauf alles riskiert und bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", erklärte Schild.
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Geiger: Mit Frische aus den Feiertagen
DSV-Ass Geiger verpasste das Podium lediglich um den Wimpernschlag von drei Hundertstelsekunden. Die Oberstdorferin vergab eine Platzierung in den Top 3 mit einer defensiven Fahrweise in den ersten sechs Toren nach dem Start.
Ihren ansonsten guten Auftritt begründete die Junioren-Weltmeisterin von 2010 mit der nötigen Frische, die sie über die Feiertage gefunden habe. "Nach Weihnachten bin ich immer schön erholt", so Geiger.
US-Talent trumpft auf
Das Top-Resultat der erst 16-jährigen Shiffrin kommt nicht ganz unerwartet. Das US-Girl hat sich mit Seriensiegen im Nordamerika-Cup vergangene Saison und einem achten Platz beim ersten Saisonslalom in Aspen bereits wärmstens für die Weltcuprennen in Europa empfohlen.
"Ich habe den Vorteil, dass ich den Mädels zuschauen konnte", meinte Shiffrin und fügte hinzu: "Ich habe sehr viele Rennen verfolgt. Ich kann aber noch viel dazulernen. Unglaublich, was heute passiert ist."
Für ein Highlight sorgte Shiffrins Teamkollegin Sarah Schleper, die in ihrem letzten Weltcuprennen im ersten Durchgang mit einem Minikleid antrat.
Höfl-Riesch patzt
Nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Doppel-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch. Die Gesamtweltcupsiegerin kam in beiden Durchgängen im Zielhang aus dem Rhythmus und ließ wichtige Zehntelsekunden liegen. Am Ende sprang ein neunter Rang heraus, den sie im Ziel mit einem verärgerten Abschwingen kommentierte.
Auch Höfl-Rieschs beste Freundin und schärfste Kontrahentin der letzten Jahre, Lindsey Vonn, patzte im Finaldurchgang kurz vor dem Ziel und erreichte zeitgleich mit der Münchenerin Lena Dürr Rang 18.
Fanny Chmelar und Dürrs Schwester Katharina belegten die Ränge 20 und 30.
Als zweitbeste Läuferin des österreichischen Skiverbands (ÖSV) wurde Vizeweltmeisterin Kathrin Zettel Fünfte. Michaela Kirchgasser erreichte Rang zehn, Bernadette Schild Position 21. Als einzige Schweizerin im Finale der besten 30 belegte Denise Feierabend den 15. Platz.
Video: "Slalom-Queen" Marlies Schild mit Bestzeit im 1. Durchgang
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