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Erstes Olympia-Gold: Marcel Hirscher gewinnt Kombination

Mit Video | Kombi-Gold: Die Hirscher-Show startet
Von SID

13/02/2018 um 12:19Aktualisiert 13/02/2018 um 15:21

Marcel Hirscher aus Österreich gewinnt zum ersten Mal in seiner Karriere olympisches Gold. Der ÖSV-Star setzte sich in der Kombination vor den beiden Franzosen Alexis Pinturault und Victor Muffat-Jeandet durch. Zuvor hatte Hirscher bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi nur einmal Silber im Slalom geholt. DSV-Starter Thomas Dreßen, der in der Abfahrt die Bestzeit setzte, wurde Neunter.

Aufgrund des starken Windes war die Kombinationsabfahrt um etwa 20 Fahrsekunden verkürzt und zusätzlich entschärft worden. Vor dem abschließenden Slalom hatte Dreßen 1,32 Sekunden Vorsprung auf Hirscher gehabt.

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"Ich bin gestern im Training besser gefahren, das nervt mich ein bisschen. Es sei mal dahingestellt, ob es sich für das Podium ausgegangen hätte, aber ein bisschen weiter vorne wäre schon gegangen", sagte Dreßen bei Eurosport:

"Am Schluss war die Spritzigkeit ein bisschen weg. Aber ich kann das Positive mitnehmen, dass es in der Abfahrt gepasst hat."

Hirscher beinahe nicht am Start

Das Fehlen dieser vermaledeiten ersten Goldmedaille bei Olympischen Spielen haben ihm Menschen, die es nicht gut mit ihm meinen, und davon gibt es in Österreich nicht wenige, gerne vorgehalten. Trotz der sechs Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, trotz seiner demnächst sieben Siege im Gesamtweltcup. "Ich bin froh", sagte der Außerirdische, als er es nach Slalom-Silber 2014 endlich geschafft hatte, dass die Frage nach diesem Gold "nicht mehr kommt."

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Video - Dreßen vergibt große Chance: "Nervt mich jetzt"

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Die Frage wäre beinahe noch ein paar Tage länger gestellt worden, denn Hirscher und seine Betreuer hatten allen Ernstes überlegt, ob er überhaupt in der Kombination starten sollte. "Zu starten war eine Hochrisiko-Entscheidung - Henrik trainiert schon seit Tagen Riesenslalom und Slalom. Was, wenn ich nur 20. geworden wäre?", sagte Hirscher in Anspielung auf Henrik Kristoffersen (Norwegen), den er in seinen beiden Paradedisziplin als das größte Hindernis auf dem Weg zum Sieg einordnet.

"Ich habe", sagte Hirscher, und er klang dabei etwas erschöpft, "das Schlimmste verhindert", und nun, ergänzte er im Scherz, "könnte ich nach Hause fahren", denn:

"Ich habe meine Mission erfüllt."

Auf dem Weg zum Dreifach-Triumph

Er wird selbstverständlich nicht nach Hause fahren, und wenn er es nach Riesenslalom und Slalom dann womöglich sogar als dreimaliger Olympiasieger tut, dann, danach sieht es aus, auch als letzter in der Kombination. Der alpine Zweikampf steht vor dem Aus, bei den Spielen 2022 in Peking wird der Wettbewerb wohl durch einen weiteren Parallel-Wettbewerb ersetzt.

Was 1936 mit dem Deutschen Franz Pfnür begonnen hat, wird dann Mit Marcel Hirscher geendet haben. Immerhin ein würdiger Ausklang.

Die deutschen Speed-Spezialisten Andreas Sander (Ennepetal) und Josef Ferstl (Hammer) hatten in der Abfahrt die Ränge 32 und 36 belegt, den Slalom aber nicht mehr in Angriff genommen. Linus Straßer (München), 39. nach der Abfahrt, schied im Slalom aus.

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