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Felix Neureuther hält an Olympia-Plan fest - trotz Kreuzbandriss

Neureuther hält an Olympia-Plan fest: "Muss es probieren"
Von SID

03/12/2017 um 09:55Aktualisiert 03/12/2017 um 10:22

Felix Neureuther hält trotz seines Kreuzbandrisses an seinem Oympia-Plan fest und hat die Winterspiele in Pyeongchang 2018 weiter fest im Blick. "Ja, es ist mir bewusst, dass das ein Risiko für meine Gesundheit ist, den Versuch mit Olympia zu wagen. Ich muss es aber probieren, um meinen Traum von einer Medaille zu erfüllen. Ich versuche, das Risiko zu minimieren", sagte er der "Bild am Sonntag".

Der WM-Dritte im Slalom aus Partenkirchen hatte sich die schwere Verletzung im linken Knie am 25. November beim Riesenslalom-Training in Copper Mountain zugezogen. Nach der Rückkehr aus den USA entschied er sich gegen eine Operation. "Es ist ein sehr, sehr gewagtes Unternehmen. Ich brauche Glück, viel Glück", sagte er.

Der 33-Jährige ergänzte:

"Ich muss mir nichts vormachen und einreden: 'Das schaffe ich locker!' Aber in meinem Kopf ist drin, dass ich alles probieren muss - sonst würde ich es nicht machen."

Freundin Miriam Gössner spricht ihrem Felix Mut zu, die kleine Matilda begleitet den schwer verletzten Papa "fast immer" bei den vielen Arztbesuchen: Mit breiter familiärer Unterstützung greift Felix Neureuther beim verzweifelten Kampf um seinen Olympia-Traum trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie nach dem letzten Strohhalm.

Seine Miri ist dennoch sicher: "Felix, du packst das!" Auch seine Eltern Rosi und Christian machten ihm Mut, berichtete Neureuther.

Neureuther sagte weiter: "Es ist eine große Herausforderung, die für mein späteres Leben sehr wichtig sein kann. Ich will mir später keinen Vorwurf machen." Allerdings, gab er zu bedenken, benötige er "einen perfekten Plan", um es zu den Spielen nach Südkorea (9. bis 25. Februar) zu schaffen.

Dort will Neureuther nur den Slalom am 22. Februar fahren, wie er betonte, "alles andere würde nicht funktionieren". In sechs Wochen will er wieder auf Skiern stehen. "Ich muss trainieren, bestenfalls ein Rennen vor Olympia fahren. Das ist fest in meinem Kopf eingebrannt", sagte er.

Zum Gehen benötigt er derzeit eine Schiene, auch auf Skiern wird er eine tragen müssen. "Wie das dann beim Skifahren ohne Kreuzband funktioniert, steht noch in den Sternen", sagte er, aber:

"Ich habe keine Probleme, Schmerzen auszublenden. Das kenne ich von meinem Rücken her. Da bin ich jahrelang erprobt."
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