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Kreuzbandriss bei Felix Neureuther - Olympia-Traum beendet

Kreuzbandriss bei Neureuther - das Aus für Olympia?
Von SID

27/11/2017 um 01:36Aktualisiert 27/11/2017 um 11:36

Deutschlands Ski-Star Felix Neureuther hat sich im Training in den USA einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen und muss seine Hoffnungen auf eine Medaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang begraben. Das teilte der 33-Jährige am Sonntagmorgen bei Facebook mit. "Das bedeutet für mich, dass die Saison gelaufen ist", sagte ein sichtlich mitgenommener Neureuther.

"Ich werde morgen nach Hause fliegen und dann operiert werden." Neureuther war bei einem Tor "etwas spät dran", wie er berichtete. Er wollte dies korrigieren und "einen kurzen Schwung fahren" - ein folgenschwerer Entschluss. "Der Ski griff und ich wurde ausgehoben, machte einen klassischen Highsider."

Neureuther hatte erst vor zwei Wochen mit dem Sieg beim ersten Slalom der Saison im finnischen Levi seinen 13. Erfolg im Weltcup gefeiert. Für das nächste Rennen, den Riesenslalom am 3. Dezember in Beaver, bereitete sich der Ski-Star in den USA vor.

Ans Karriereende denkt er trotz der schweren Verletzung offenbar nicht. "Bye, bye Kreuzband. Bye, bye Beaver Creek - ich hoffe, wir sehen uns nächstes Jahr", sagte Neureuther in einem weiteren Video bei Instagram. Dort ist er zu sehen, wie er auf Krücken die Klinik in Vail/US-Bundesstaat Colorado verlässt. Die Verletzung habe er sich bei einem "klassischen Highsider" zugezogen, berichtete Neureuther in einer Mitteilung des Deutschen Skiverbandes:

"Mir war sofort klar, dass es mich schlimmer erwischt hatte."

"Hinfallen ist keine Schande, nur liegen bleiben", erklärte Neureuther bei Facebook. Die Gedanken an Matilda zaubern dem deutschen Ski-Star auch in einem der schwersten Momente seiner langen Laufbahn ein Lächeln ins Gesicht. "Wenn man es positiv sehen will", sagte Neureuther auf einem Video vom Krankenbett, "kann ich jetzt sehr viel Zeit mit meiner kleinen Tochter verbringen." Erst am 14. Oktober hatte Neureuthers Freundin Miriam Gössner die gemeinsame Tochter Matilda zur Welt gebracht.

Matilda statt Olympia, Garmisch statt Pyeongchang - mit der schweren Verletzung ist Neureuthers Saison beendet, sein großer Traum von einer Medaille bei den Winterspielen 2018 jäh geplatzt. Dass er 2022 einen neuen Anlauf wagt, scheint kaum vorstellbar - Neureuther wäre in Peking fast 38. Der WM-Dritte im Slalom war bisher bei Olympischen Spielen ohne Edelmetall geblieben.

Für den Deutschen Skiverband ist Neureuthers Ausfall ein Schock. Mit Viktoria Rebensburg, die am Samstag in Killington (USA) auch den zweiten Riesenslalom des Winters gewann, verbleibt dem DSV nur eine Medaillenkandidatin.

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