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DSV im Team-Event ohne Neureuther

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Linus Straßer

Fotocredit: Getty Images

VonSID
12/02/2019 Am 08:05 | Update 12/02/2019 Am 08:35

Die deutschen Skirennläufer sind bei der WM in Are bislang ohne Medaille. Im Team-Wettbewerb wollen sie das ändern - angesichts schlechter Erfahrungen diesmal ohne Felix Neureuther. Denn 2017 erwies sich der Einsatz des Team-Weltmeisters von 2005 als beinahe fatal. Er unterlag einem unbekannten Slowaken namens Matej Falat, die Deutschen schieden in der ersten Runde aus.

Felix Neureuther ist endlich in Are angekommen, doch den ersten möglichen Einsatz verkneift er sich. Und das ist wohl auch ganz gut so. Noch bei der WM 2017 in St. Moritz wollte er unbedingt im Mannschaftswettbewerb starten, die deutschen Trainer ließen ihn gewähren, als "Zeichen der Wertschätzung", wie sich Alpinchef Wolfgang Maier erinnert.

Maier sagt über damals auch, dass die Aufstellung von Neureuther "ein Fehler" war, der intern zu einer "Bombenstimmung" geführt habe.

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Neureuther ist ein Teamplayer, in St. Moritz aber erwies sich der Einsatz des Weltmeisters, ja, des Mannschafts-Weltmeisters von 2005, als beinahe fatal. Er unterlag einem unbekannten Slowaken namens Matej Falat, die Deutschen schieden in der ersten Runde aus.

"Wir hätten es uns in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können, dass dieser Rotzlöffel schneller fährt als der Neureuther", sagt Maier. Linus Straßer, kurz zuvor Sieger des Parallel-Slaloms in Stockholm und für Neureuther aus dem Team genommen, war gelinde gesagt: verärgert.

Neureuther rettete den darbenden DSV damals immerhin am letzten Tag mit Bronze im Slalom, doch aus dem Schaden sind mit Blick auf den Team-Wettbewerb am Dienstag in Are (16:00 Uhr auf Eurosport 1 HD und im Eurosport Player) alle Beteiligten klug geworden. Deshalb: Kein "Mixed Alpine Team Event" für Neureuther, der mit der Mannschaft nach Gold 2005 auch Bronze 2013 gewonnen hat. Deshalb: Konzentration auf den Slalom am Sonntag statt "Einer für alle, alle für Einen".

Team-Wettbewerb seit 2011 als Parallel-Rennen

Der Team-Wettbewerb wird seit der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen als Parallel-Rennen ausgetragen, seit 2018 ist er olympisch. Straßer ist ein Spezialist für dieses Format, und trotz einer miserablen Saison ist er in Are so etwas wie der Anführer.

Weil Stefan Luitz, sonst "eine Waffe" (Maier), wegen seiner lädierten Schulter für den Riesenslalom am Freitag geschont werden soll, fährt neben Straßer und den gesetzten Frauen Lena Dürr und Christina Geiger der WM-Novize Anton Tremmel. Straßer gab nach Platz fünf in der Kombination am Montagabend die Devise aus:

Es gibt nur Vollgas!

Auf den ersten Blick hat das deutsche Team, zu dem die "Ersatzspieler" Marlene Schmotz und Dominik Stehle gehören, keine Chance auf eine Medaille - aber die wollen sie nutzen. Selbst die sonst eher zurückhaltende Geiger verbreitet Optimismus: "Wir haben eine Chance, um die Medaillen mitzukämpfen. Man darf uns nicht abschreiben." Alpinchef Maier ist nicht ganz so euphorisch, will seinen Startern deren Zuversicht aber auch nicht nehmen:

Natürlich glaube ich, dass eine Medaille möglich ist.

Nicht auszuschließen ist, dass Neureuther auch diesmal die deutsche Bilanz retten muss, falls vorher nicht im Team Event oder durch Viktoria Rebensburg oder Stefan Luitz im Riesenslalom eine Medaille herausspringt. Maier ist da aber ein wenig skeptisch angesichts der Arbeitsnachweise von Neureuther in den vergangenen Tagen. "Der Felix, mein Augenstern, der ist nicht viel gefahren, nicht viel in Bewegung gewesen." Soll heißen: Er war wieder mal krank.

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