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Ski WM 2019 in Are: Felix Neureuther glaubt an Stefan Luitz

Nach Achterbahn-Saison: Luitz glaubt an das Happy-End
Von SID

15/02/2019 um 12:44Aktualisiert 15/02/2019 um 13:42

Nach einer Saison wie eine Achterbahnfahrt glaubt Stefan Luitz im WM-Riesenslalom trotzdem an seine kleine Chance auf eine Medaille. Die Favoriten sind freilich andere. Titelverteidiger Marcel Hirscher aus Österreich, der Franzose Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen aus Norwegen sind ganz stark einzuschätzen. Felix Neureuther ist aber von der Chance für Stefan Luitz überzeugt.

Jubeln wird er wohl nicht können. Was nicht heißt, dass Stefan Luitz nicht vielleicht jubeln darf. Nach einer emotional aufwühlenden Saison, gegen die eine wilde Achterbahnfahrt mit Looping doch vergleichsweise beschaulich ist, wird der Allgäuer heute (14:15/17:45 Uhr bei Eurosport 1 und im Eurosport Player) den Riesenslalom bei der WM in Are bestreiten - allerdings mit einer geradezu einbetonierten linken Schulter. Autofahren? Geht. Skifahren? "Kein Problem." Jubeln? Eher schwierig.

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Vier Wochen vor Are dann das: Luitz war Vierter nach dem ersten Lauf in Adelboden, im zweiten kugelte er sich bei einem Sturz unglücklich die linke Schulter aus. Seit diesem 12. Januar ist er kein Rennen gefahren, der Heimweltcup in Garmisch fiel ja aus.

Orthese gibt Sicherheit

"Die Schulter", hat Luitz nach seiner Ankunft in Are gleich versichert, "ist echt okay, es fehlt gar nichts." Beim Skifahren trägt er nun eine Orthese, die das Gelenk schützt und stabilisiert, ein Tapeverband soll dies noch unterstützen. Das alles, sagt Luitz, "schränkt mich null ein, es gibt mir auch die nötige Sicherheit". Er könne am Start ganz normal anschieben, auch an die Torstangen hinfahren. Nur Jubeln wäre schwierig - weil er den linken Arm nicht über Schulterhöhe heben kann.

Aber wird er überhaupt jubeln dürfen? Luitz lässt sich da nicht locken, Felix Neureuther aber sagt: "Sicher, nach der Schulterverletzung muss man abwarten, wie das funktioniert. Aber der Stefan war vor der Verletzung mit dem Hirscher der beste Riesenslalomfahrer der Welt für mich. Der Hang in Are liegt ihm." Und Luitz könne "ohne Druck" fahren, also "nur überraschen". Er sei "felsenfest davon überzeugt", betont Neureuther, "dass er eine ganz große Überraschung landen kann".

Dazu bedarf es freilich eines Tages, "an dem alles passen muss", weiß Luitz. Vorteilhaft wäre auch, wenn bei den großen Favoriten, allen voran der leicht kränkelnde Marcel Hirscher (Österreich), gefolgt von Henrik Kristoffersen (Norwegen) und zahlreichen Franzosen, nicht alles passen würde. Luitz jedenfalls hat sich einiges vorgenommen und betont:

"Ich will nicht nur mitfahren. "

Für seine Verhältnisse ist das fast eine Kampfansage.

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