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Ski-WM in Are 2019 | Lindsey Vonn geht mit Bronze in der Abfahrt, Ilka Stuhec verteidigt WM-Titel

Mit Video | Vonn-Wahnsinn in Are - Stuhec verteidigt WM-Titel
Von SID

10/02/2019 um 14:16Aktualisiert 10/02/2019 um 14:17

Lindsey Vonn hat im letzten Rennen ihrer Karriere noch einmal eine WM-Medaille gewonnen. Die US-Amerikanerin verabschiedet sich mit Bronze in der Abfahrt von Are aus dem alpinen Ski-Weltcup. Auf der erneut witterungsbedingt verkürzten Piste lag Vonn 0,49 Sekunden hinter der alten und neuen Weltmeisterin Ilka Stuhec aus Slowenien. Silber ging die Schweizerin Corinne Suter (+0,23 Sekunden zurück).

Lindsey Vonn wollte gar nicht mehr loslassen, so glücklich war sie. Der große Ingemar Stenmark war gekommen, um ihr letztes Rennen zu sehen, er überreichte ihr nach der umjubelten Zieldurchfahrt einen riesigen Blumenstrauß - und dann umarmte ihn die Amerikanerin so fest wie einen Siegerpokal, der ihr mehr wert war, als die überraschende Bronzemedaille, die sie tatsächlich noch gewonnen hatte zum Ende ihrer Laufbahn. "Das ist der Wahnsinn, ein perfekter Schluss für meine Karriere", sagte Vonn mit dem Lächeln einer Siegerin.

Im Bohei um Vonn ging beinahe unter, dass an einem enttäuschenden Tag für die deutschen Starterinnen Gold und Silber an zwei andere gingen: Ilka Stuhec aus Slowenien, die wegen eines Kreuzbandrisses die vergangene Olympiasaison hatte auslassen müssen, verteidigte in überlegener Manier ihren Titel von St. Moritz, als erste Abfahrerin seit der großen Maria Walliser aus der Schweiz (1987/89). Zwischen Stuhec und Vonn (+0,49 Sekunden) schob sich Corinne Suter aus der Schweiz (+0,23), die fünf Tage zuvor im Super-G Viktoria Rebensburg noch von Rang drei verdrängt hatte.

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So knapp wie am vergangenen Dienstag ging es für die deutsche Mannschaft diesmal nicht zu. Im Super-G hatten Rebensburg 0,02 Sekunden zu Bronze und 0,07 zu Gold gefehlt, auf der wegen Windes um ein Viertel auf nur noch 1672 m verkürzten Abfahrtsstrecke war ein Platz auf dem Podest weit entfernt. Rebensburg (+0,82), WM-Debütantin Michaela Wenig (+0,90) und Medaillenanwärterin Kira Weidle (Starnberg/+0,94) belegten die Plätze elf, zwölf und 13. Meike Pfister (Krumbach) wurde 23.

Konkurrentinnen huldigen Vonn

"Brutaler Ärger, das ist nicht das, was ich draufhabe", sagte die unglückliche Weidle, die am Zielsprung beinahe gestürzt wäre.

Was den deutschen Damen blieb, waren letzte Fotos mit und Huldigungen für Vonn. Rebensburg kniete nieder vor der Amerikanerin und sagte dann: "Es war echt cool, die letzten Tage mit ihr zu verbringen. Wir sind ja schon gemeinsam raufgeflogen, das war eine schöne Erfahrung, wir haben einige Fotos zusammen gemacht, die werde ich in Erinnerung behalten."

Video - Ohne Medaillenchance: Rebensburg verpasst Top10

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Vonn, 2010 Abfahrtsolympiasiegerin, 2009 Weltmeisterin in Abfahrt und Super-G, geht mit ihrer achten WM-Medaille sowie ihrer fünften in der Abfahrt - ein Rekord, den sie sich nun mit der deutschen Ski-Legende Christl Cranz teilt. Medaillenhoffnung Weidle blieb einstweilen nur Bewunderung;

"Genau das macht sie aus, dass sie bis zur letzten Sekunden kämpft, egal was war. Einfach nur Chapeau."

Und wie Vonn kämpfte: Im Super-G war sie krachend ins Fangnetz geflogen, grün und blau am ohnehin durch ihre zahllosen Verletzungen ausgezehrten Körper nahm sie ihr Herz ein letztes Mal in die Hand. Auch den großen oder Mit-Favoritinnen wie Sofia Goggia (Italien/15.) oder Ramona Siebenhofer (Österreich/7.) blieb da nur eines: Anerkennung - und eine letzte Umarmung.

Das Schlusswort gebührte Stenmark, den Vonn mit SMS geradezu bombardiert hatte, damit er an ihrem letzten Tag und nicht erst wie geplant am Montag bei der WM erschien. "Es ist fantastisch, dass sie sich so verabschieden konnte. Sie hatte eine wunderbare Karriere. Dass sie nach so vielen Verletzungen zurückkommen kann ist imponierend", sagte der Schwede.

Video - Bronze zum Abschied: Vonn geht mit einem Paukenschlag

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