In Cortina d'Ampezzo sind keine Zuschauer zugelassen. Alle Teilnehmer (Sportler, Betreuer, Organisatoren, Medien) werden streng getrennt. Tests vor der Anreise sowie regelmäßig vor Ort sind verbindlich.
Was ist neu?
Die Anzahl der Wettbewerbe hat sich auf 13 erhöht (von elf). Neu sind die Parallel-Rennen für Frauen und Männer, die ursprünglich die Alpine Kombination ersetzen sollten (und bei Olympia 2022 auch werden). Bei der WM wird die Kombination trotz vieler Diskussionen vorerst beibehalten, allerdings: Sie besteht nun bei Frauen und Männern aus einem Super-G (statt Abfahrt) und einem Slalom-Lauf.
Garmisch-Partenkirchen
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Wie viele Deutsche sind nominiert?
Der deutsche Skiverband wird sein Aufgebot erst am Sonntag bekannt geben. Bei den Frauen sind allerdings nur Slalom-Spezialistin Lena Dürr (Germering) und Abfahrerin Kira Weidle (Starnberg) dabei, eine dritte Läuferin muss für den Team Event nominiert werden. Die Männer reisen mit einem weitaus größeren Team an.
Die Norm (einmal unter die ersten Acht oder zweimal unter die ersten 15 im Weltcup) erfüllt haben die Abfahrer Romed Baumann (Kiefersfelden), Andreas Sander (Ennepetal) und Dominik Schwaiger (Königssee). Dazu kommt Rückkehrer Thomas Dreßen (Mittenwald). Bei den Technikern sind Linus Straßer (München), Stefan Luitz (Bolsterlang) und Alexander Schmid (Fischen) qualifiziert.
Slalom-Spezialist Sebastian Holzmann (Oberstdorf) ist wohl mit "halber" Norm dabei. Bei der WM 2019 in Are hatte der DSV 16 Athleten (sieben Frauen und neun Männer) am Start.

Romed Baumann

Fotocredit: Getty Images

Wie stehen die Medaillenchancen?
Zielsetzung von Alpinchef Wolfgang Maier: je eine Medaille bei Frauen und Männern. Realistisch betrachtet haben die Frauen keine Chance, allenfalls durch Lena Dürr im erstmals ausgetragenen Parallel-Rennen. Bei den Männern ist bei sehr günstigem Verlauf eine Medaille in der Abfahrt möglich, dies gilt auch für Linus Straßer im Slalom und Straßer sowie Alexander Schmid im Parallel-Rennen.
Wer fehlt?
Auffällig im bisherigen Saisonverlauf sind zahlreiche Verletzungen auch bei Spitzenläufern. Die prominentesten Ausfälle für die WM sind Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien), die vor gut einer Woche in Garmisch abseits der Rennpiste stürzte, sowie Aleksander Aamodt Kilde: Der norwegische Gesamtweltcupsieger zog sich Mitte Januar im Training einen Kreuzbandriss zu.
Aus deutscher Sicht ist natürlich der Ausfall von Josef Ferstl bitter. Ferstl hatte sich bei seinem Sturz auf der Kandahar-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen einen Muskelbündelriss im linken Hüftbeuger sowie ein angebrochenes linkes Sprunggelenk zugezogen.
Wer sind die Stars?
Bei den Frauen allen voran Mikaela Shiffrin (USA), die nach der Pause wegen des Unfalltodes ihres Vaters zwei Rennen gewann. Im Gesamtweltcup liegt die Slowakin Petra Vlhova vorne, dicht gefolgt von Lara Gut-Behrami (Schweiz), die zuletzt im Super-G nicht zu schlagen war. Den Riesenslalom dominiert Marta Bassino (Italien).
Bei den Männern überzeugte in diesem Winter vor allem der Franzose Alexis Pinturault, der das Gesamtranking klar anführt. Der Schweizer Beat Feuz gewann beide Abfahrten in Kitzbühel. Henrik Kristoffersen (Norwegen) scheint nach Material-Problemen rechtzeitig in die Erfolgsspur zurückgefunden zu haben.

Mikaela Shiffrin in Flachau

Fotocredit: Getty Images

Wo ist die WM zu sehen?
Im TV auf Eurosport 1 und bei Eurosport mit JoynPLUS+ werden alle Rennen und sogar die Abfahrtstrainings live übertragen.
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