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Ester Ledecka droht Startverbot für die neue Saison

Kein Deal, keine Rennen: Olympia-Sensation Ledecka droht Startverbot

12/10/2018 um 22:19Aktualisiert 13/10/2018 um 12:52

Sie war die Sensation der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang: Ester Ledecka. Die Tschechin gewann mit nur einer Hundertstelskeunde Vorsprung Gold im alpinen Super-G. Sieben Tage später gelang ihr der Coup und sie holte sich auch im Snowboard-Parallelslalom Gold. Trotz ihres großen Erfolges in Südkorea droht der 23-Jährigen nun ein Startverbot beim tschechischen Skiverband.

Ein Streit mit dem tschechischen Skiverband rundum Vermarktung und Werbung, also Geld, soll der Hintergrund für ein mögliches Startverbot für die Olympia-Sensation sein.

Die Situation mit dem Verband ihrer Heimat sei für Ledecka keine einfache. Ob des andauernden Konfliktes wurde selbst ein Nationenwechsel nicht ausgeschlossen.

Bei einem PR-Auftritt in Österreich sagte die Wintersportlerin:

"Es ist nach jeder Saison dasselbe. Ich hätte wirklich gehofft, dass es nach dem vergangenen Winter besser wird. Ich will doch nur möglichst schnell Rennen fahren."

Video - Gold-Schock: Ledecka "dachte es wäre ein Fehler"

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Der Streit spitzte sich auch deshalb zu, weil die Snowboard-Doppelweltmeisterin eigene Deals mit Sponsoren abschloss, unter anderem mit Audi. Auch um die Verteilung der Werbeflächen auf ihren Rennanzügen wird gestritten.

Zwei Monate vor dem Saisonstart ist die Situation eine denkbar schlechte für die Tschechin, und sie hofft auf eine Lösung ihrer Agentur. Scherzhaft meinte sie:

"Vielleicht sollte ich einfach jemanden aus einem anderen Land heiraten."

Ledecka ist aber glasklar: "Ohne Deal gibt es keine Rennen für mich."

Video - Die Kommentatoren schreien Ledecka zum historischen Gold

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WM-Terminkollision als nächstes Problem

Doch sollte der Streit beiseite gelegt werden, wartet auf die Multisportlerin das nächste Problem. Im Februar 2019 stehen Weltmeisterschaften im Snowboard (Park City, USA) und im Ski Alpin (Are, Schweden) an.

Eine Teilnahme ein beiden Bewerben ist praktisch unmöglich. Mit Hoffnung sagte Ledecka:

"Ich hoffe noch immer, sie ändern etwas am Programm. Ich würde gerne bei beiden dabeisein."

Bevorzugen will die 23-Jährige im Moment keine Sportart:

"Im Snowboard gibt es noch Ziele. Aber im Skifahren noch viel mehr."

Ihr ist klar, sollte sie auch im Ski-Weltcup antreten, müsse sie es Schritt für Schritt angehen und sich jede Saison verbessern. Bei einem möglichen Weltcup-Start würden ihr aber Top-Ten-Plätze als Bestätigung für Olympia schon reichen.

Video - Ein Wahnsinn: Das Olympia-Märchen der Ester Ledecká

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