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Felix Neureuther-Comeback in Val d'Isere: "Stand heute kann ich fahren"

Neureuther-Comeback in Val d'Isere: "Stand heute kann ich fahren"
Von SID

05/12/2018 um 14:25Aktualisiert 05/12/2018 um 14:31

Felix Neureuther kehrt am Samstag in Val d'Isere in den Weltcup zurück. Ob er dort auch im Slalom starten kann, ist aber unsicher, denn ein Boxen durch den Stangenwald scheint noch nicht möglich zu sein. Nach der Daumen-OP erwarte Neureuther noch nicht zu viel und er müsse sich "in Geduld üben". Sein Kollege Stefan Luitz will hingegen seine Leistung nach dem Weltcupsieg in Beaver Creek bestätigen.

Ein Foto von der Krankenstation hier, ein Schnappschuss aus der Klinik da - Felix Neureuther hatte seinen rund eine Million "Freunden" in den Sozialen Netzwerken zuletzt nicht viel Erbauliches mitzuteilen. Am Samstag will der beste deutsche Skirennläufer endlich wieder sportlich auf sich aufmerksam machen.

Dann kehrt der 34-Jährige beim Riesenslalom in Val d'Isere in den Weltcup zurück, nach über einjähriger Pause und zwei gescheiterten Comeback-Versuchen. Sind aller guten Dinge drei? "Nachdem in Sölden das Wetter meinem Comeback im Weg stand und in Levi der Daumen sein Veto einlegte, hoffe ich nun, dass Versuch Nummer drei klappt und ich endlich einsteigen kann", sagte Neureuther am Mittwoch.

Slalom noch nicht möglich

Hoffen deshalb, weil letzte Zweifel bestehen. Eine Spezialschiene soll die rechte Hand schützen, in der sich Neureuther Mitte November den Mittelhandknochen am Daumen gebrochen hatte. "Die Schiene hilft mir gerade beim Riesenslalom sehr", sagte er:

"Stand heute kann ich damit Rennen fahren."

In seiner Spezialdisziplin Slalom sei die Lage jedoch "etwas schwieriger".

Slalom, das hat in der Weltspitze immer auch etwas mit Boxen zu tun. Neureuther und Co. prügeln sich meist regelrecht durch den Stangenwald - eine instabile Mittelhand ist dabei äußerst hinderlich. Neureuther sucht daher noch "Wege und Techniken", die es ihm ermöglichen, die Stangen wie gewohnt aus dem Weg zu räumen. Er meinte:

"Ob es mir gelingt, bis zum Rennen ein konkurrenzfähiges System zu finden, lässt sich leider noch nicht sagen."

Neureuther vom Verletzungspech verfolgt

Dabei wähnte er sich im Spätherbst nach seinem Kreuzbandriss im November 2017 auf einem guten Weg. Zwar zwickte wie so oft in den vergangenen Jahren hier und da der Rücken, doch Neureuther war "bereit" für den ersten Weltcup-Slalom der WM-Saison in Levi/Finnland, ehe er sich zwei Tage vor dem Rennen im Training verletzte.

Luitz will diese Leistung am Samstag auf seiner Lieblingspiste "Face de Bellevarde" bestätigen. Schon drei Mal stand er dort auf dem "Stockerl" - obwohl der Allgäuer einräumt, dass es auf der meist stark vereisten Strecke "ein Kampf von oben bis unten" ist:

"Aber ich freue mich darauf, diesen Kampf wieder aufzunehmen."

Neureuther dagegen hat keine allzu hohen Erwartungen. "Nach der Daumen-OP konnte ich erstmal einige Tage sehr wenig tun und musste mich in Geduld üben", sagte er. Er wäre wohl schon zufrieden, wenn er nicht auch aus den Savoyer Alpen wieder Krankenhausbilder schicken müsste.

Video - Luitz feiert ersten Weltcupsieg: "Voll auf meinen Lauf konzentriert"

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