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Thomas Dreßen schrammt bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen am Podium vorbei

"So ein Trottel": "Blaumeise" kostet Dreßen das Podium
Von SID

14/01/2018 um 00:37

Thomas Dreßen ist nach einer eindrucksvollen Vorstellung bei der traditionsreichen Weltcup-Abfahrt von Wengen nur knapp am "Stockerl" vorbeigeschrammt. Der Mittenwalder kam beim Heimsieg des Schweizer Weltmeisters Beat Feuz auf den fünften Rang (0,93 Sekunden zurück). Ex-Weltmeister Aksel Lund Svindal (Norwegen/+0,18) wurde Zweiter, Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich/+0,67) Dritter.

Dreßen verschenkte das Podium nach kluger Fahrt an der Schlüsselstelle Kernen-S mit einem Patzer im technisch anspruchsvollen Ziel-S. Dort holte Feuz, der zum zweiten Mal nach 2012 am Lauberhorn gewann, den entscheidenden Vorsprung auf Svindal heraus.

Ihm sei auf der mit 4270 m längsten Abfahrt im Weltcup etwas die Kraft ausgegangen, erklärte Dreßen sein Malheur. "Als ich Richtung Ziel-S gekommen bin, hat die Blaumeise schon ganz schön zugeschlagen. Deswegen habe ich das leider nicht so optimal erwischt, das wurmt mich ein bisschen. Ansonsten war das eine geile Fahrt", sagte er.

Schmid überrascht

Mit Blick auf den kopfschüttelnden Cheftrainer Mathias Berthold ergänzte Dreßen: "Der denkt sich: 'So ein Trottel, jetzt macht er so einen Scheiß schon wieder.'" Hintergrund: Bereits in der Kombi-Abfahrt am Freitag hatte Dreßen kurz vor dem Ziel gepatzt.

Während Feuz seinen zweiten Wengen-Triumph nach 2012 bejubelte, verpassten die anderen Deutschen die Top 20. Manuel Schmid durfte mit Platz 24 bei seiner Wengen-Premiere zufrieden sein.

Andreas Sander und Josef Ferstl enttäuschten dagegen mit den Rängen 29 und 46. "Bis zu den letzten beiden Kurven bin ich sehr gut gefahren. dann weiß ich auch nicht, was ich da vorhatte", sagte Sander. So, ergänzte er, "ist es ein sehr schlechtes Ergebnis".

Video - Svindal: So spart man Zeit bei der Abfahrt in Wengen

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