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Olympia 2018: Mit dem Fahrrad von Olten nach Pyeongchang

Unglaublich: Eltern von Olympia-Freestyler reisen 17.000 km mit dem Rad an
Von Le Buzz

13/02/2018 um 23:06

Wenn der Sohn oder die Tochter bei den Olympischen Spielen teilnimmt, reisen viele Eltern mit, um den einzigartigen Moment live mitzuverfolgen und bei dem besonderen Erlebnis vor Ort zu sein. Aber was der Vater des Schweizer Ski-Freestylers Mischa Gasser auf sich genommen hat, ist einzigartig. Er und seine Frau sind, wie viele andere Eltern, auch noch Südkorea gereist. Per Fahrrad!

Foto-Quelle: Reise-Blog Guido Huwiler

Nicht mit dem Flugzeug, nicht mit dem Zug und auch nicht mit dem Auto: mit dem Fahrrad nahmen die Eltern die Reise in Angriff. Dafür brauchten Guido Huwiler und seine Ehefrau Rita ein Jahr. Die beiden starteten am 2. Februar in Olten, Schweiz, durchquerten 20 Länder und radelten etwa 17.000 Kilometer.

Dabei war lange nicht klar, ob Mischa Gasser überhaupt in Südkorea starten wird. Denn der Ski-Freestyler löste sein Olympiaticket erst in letzter Minute. Gasser sagte in einem Interview mit der Schweizer Tageszeitung "Blick":

"Ein super Gefühl meinen Vater hier zu sehen. Es war ein harter Weg für ihn, aber auch für mich. Bis vor zweieinhalb Wochen war noch nicht sicher, dass ich herkommen kann."

Ein Jahr lang hatte die Familie nur Kontakt per Telefon, bei den Olympischen Spielen treffen sie sich endlich wieder. Guido Huwiler meint: "Das müssen wir jetzt erst mal setzen lassen. Ich bin berührt, dass es auch Mischa hierhergeschafft hat, nachdem er jahrelang davon geträumt hat." Gasser gibt zu, dass die Reise Motivation und Druck zu gleich war:

"Seine Reise war für mich eine Motivation. Aber es war auch Druck zu wissen, dass mein Vater mit seiner Frau herfährt und meine Mutter mit ihrem Freund herfliegt. Ich wollte mir nicht vorstellen, dass sie alle hier sind und ich zu Hause sitze."

Die Reise nach Pyeongchang ist für den früheren Architekten nicht die erste Fahrradreise. Pro Tag radelt er rund 100 Kilometer und erlebt dabei viele außergewöhnliche Erlebnisse. Huwiler meint:

"Einige halten mich für einen Spinner. Aber die meisten Leute finden es geil, was ich mache."

Am Samstag startet Mischa Gasser in der Aerials-Qualifikation. Egal wie der Wettkampf ausgeht, Gewinner für die längste und verrückteste Anreise sind Guido und Rita Huwiler auf alle Fälle.

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